Die Rechtsproblematik multipler Regulierungsstrukturen in der Doping-Bekämpfung

Zur Notwendigkeit und Möglichkeit einer globalen öffentlich-rechtlichen Kontrolle sozialmächtiger Sportverbände
Buch | Hardcover
308 Seiten
2013
Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften
978-3-631-64773-8 (ISBN)
85,90 inkl. MwSt
Die Studie behandelt Regulierungsstrukturen im Sportverbandswesen, die über die einfachen Regeln zu Sieg oder Niederlage hinausgehen. Sie erörtert Notwendigkeit und Möglichkeit einer öffentlich-rechtlichen Kontrolle von Sportverbänden und fragt nach einer Staatengemeinschaft, die zum Schutze des Sports und des einzelnen Sportlers handeln könnte.
Die Problematik multipler Regulierungsstrukturen tritt immer dort zutage, wo staatliche Regelungskompetenzen und zwischenstaatliche oder privatrechtliche Regelungen koexistieren und in Konflikt geraten. Besondere Brisanz erfährt dieses Konfliktpotenzial aufgrund der Internationalisierung der Verbandsstrukturen im professionellen Sport. Der Autor befasst sich mit jenen Regulierungsstrukturen im Sportverbandswesen, die über die einfachen Regeln zu Sieg oder Niederlage, Abseits oder Foulspiel hinausgehen und den einzelnen Sportler in seiner Berufsausübung möglicherweise ein Leben lang treffen können. Nachdem zunächst die Notwendigkeit einer öffentlich-rechtlichen Kontrolle von Sportverbänden erörtert wird, stellt sich die Frage nach den Möglichkeiten einer solchen. Denn dort, wo staatliches Recht an territorialen Grenzen endet, beginnt erst die Internationalität des Sports. Bedarf es dann nicht auch einer wirksamen internationalen Aufsicht über die hierarchische Struktur des Sports? Mit diesem Thema beschäftigt sich die Arbeit in rechtswissenschaftlicher Hinsicht und wagt einen Blick auf eine Staatengemeinschaft, die zum Schutze des Sports subsidiär und zum Schutze des einzelnen Sportlers verantwortungsbewusst und konsequent handeln könnte.

Henning Hildebrandt, Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Düsseldorf und Nantes, juristischer Vorbereitungsdienst für das Zweite juristische Staatsexamen in Niedersachsen und Hamburg, Promotion an der Universität Düsseldorf.

Inhalt: Der Sport im Spannungsfeld zwischen privatrechtlicher und öffentlich-rechtlicher Regulierung - Sonderfall: Organisation des Leistungssports - Der Sport als anationales Regulierungssystem - Interne Kontrolle: Sport als selbstreferenzielles Kontrollsystem - Externe Kontrolle: Zuständigkeit nationaler Gerichte bei internationalen Sportstreitigkeiten - Ausschluss der staatlichen Gerichtsbarkeit - Internationale Kontrolle - Das TAS in seiner Funktion als Kontrollinstanz - Kontrolle durch das schweizerische Bundesgericht - Kontrolle durch Hierarchisierung (EU-Recht) - Dopinggesetzgebung im Ausland - Staatliche Regelungsbefugnis zur DopingbekStaatliche Regelungsbefugnis zur Dopingbekämpfung im Sport nach deutschem Recht - Regulierung durch internationale Koordinierung einzelstaatlicher Kontrollbefugnisse - Extraterritoriale Wirkung von Verwaltungsentscheidungen - Errichtung einer internationalen zwischenstaatlichen Einrichtung gegen Doping im Sport - Übertragung der gesetzgebenden Hoheitsbefugnis nach dem GG - Übertragung rechtsprechender Hoheitsbefugnisse.

Erscheint lt. Verlag 7.11.2013
Reihe/Serie Schriften zum internationalen und zum öffentlichen Recht ; 109
Verlagsort Frankfurt a.M.
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 500 g
Themenwelt Recht / Steuern Öffentliches Recht Besonderes Verwaltungsrecht
Recht / Steuern Privatrecht / Bürgerliches Recht
Schlagworte Bekämpfung • Doping • einer • Gilbert • globalen • Gornig • Grundrechte • henning • Hildebrandt • Kontrolle • Leistungssport • Möglichkeit • multipler • Notwendigkeit • öffentlich • rechtlichen • Rechtsproblematik • Regulierungsstrukturen • sozialmächtiger • Sportrecht • Sportverbände • Transnationales Recht • Völkerrecht
ISBN-10 3-631-64773-5 / 3631647735
ISBN-13 978-3-631-64773-8 / 9783631647738
Zustand Neuware
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