Um unsere Webseiten für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch Bestätigen des Buttons »Akzeptieren« stimmen Sie der Verwendung zu. Über den Button »Einstellungen« können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen wollen.

AkzeptierenEinstellungen
Unser Ole - Katja Lange-Müller

Unser Ole

Roman
Buch | Hardcover
240 Seiten
2024 | 4. Auflage
Kiepenheuer & Witsch (Verlag)
978-3-462-05017-2 (ISBN)
24,00 inkl. MwSt

Drei Frauen, die von ihren Müttern nicht geliebt wurden, ein kognitiv beeinträchtigter Junge, der sie verbindet, und ein unerwarteter Tod. Katja Lange-Müller gelingt mit diesem Kammerspiel ein literarisches Wunderwerk.

Die einst bildschöne Ida ist alt und vom Leben, den Männern und sich selbst enttäuscht. Um nicht völlig zu verarmen, arbeitet sie gelegentlich als Model bei Seniorinnenmodenschauen. In einem Kaufhaus begegnet sie Elvira, die ihren Enkel Ole betreut, genauer: ihn abwechselnd schikaniert und verwöhnt. Als Ida ihre Wohnung verliert, lockt Elvira, die den Kontakt zu ihrer Tochter abgebrochen hat und doch nichts mehr fürchtet als die Einsamkeit, die Freundin in ihr Landhaus, denn sie braucht Hilfe mit dem unberechenbaren, spätpubertierenden Hünen Ole.

Eines Morgens kommt es zu einem tragischen Ereignis, das Oles Mutter Manuela auf den Plan ruft. Sie hat ihren Sohn seit dessen erstem Lebensjahr nicht mehr gesehen. Während die Frauen einander misstrauisch umkreisen, entblättern sich ihre Familiengeschichten, ihre Biografien, ihre seelischen Verletzungen.

Katja Lange-Müller ist einzigartig in der literarischen Kraft und Präzision, mit der sie Figuren vom Rande der Gesellschaft unterschiedliche Stimmen gibt. Dieser Roman schärft aufs Feinste unser Denken und Empfinden. Er erzählt von ablehnenden Müttern, von den Widersprüchen, aus denen sich eine Persönlichkeit zusammensetzt, von der heimlichen Sehnsucht nach Zuneigung und all den Lebenslügen, die so gelogen manchmal gar nicht sind.

Katja Lange-Müller, geboren 1951 in Ostberlin, lebt als freie Schriftstellerin in Berlin und im Aargau. 1986 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis, 1995 den Alfred-Döblin-Preis für ihre zweiteilige Erzählung »Verfrühte Tierliebe«, 2002 den Preis des ZDF, des Senders 3sat und der Stadt Mainz, 2005 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, 2008 den Preis der LiteraTour Nord, den Gerty-Spies-Preis und den Wilhelm-Raabe-Preis. In den Jahren 2012/2013 war sie Stipendiatin der Villa Massimo, erhielt den Kleist-Preis und war 2013/2014 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya Istanbul. 2017 erhielt sie den Günter-Grass-Preis, 2023 den Turmschreiberpreis der Stadt Deidesheim.

»In diesem meisterhaft komponierten Kammerspiel zeigt Katja Lange-Müller emotionale Enthaltsamkeit im Rahmen sozialer Provisorien.« Janina Fleischer Leipziger Volkszeitung 20250113

»In diesem meisterhaft komponierten Kammerspiel zeigt Katja Lange-Müller emotionale Enthaltsamkeit im Rahmen sozialer Provisorien.«

»Unter der Spitze des Ole-Dramas schlummert der Eisberg einer Gesellschaftskritik der DDR, insbesondere ihrer Familien- und Mutterbilder.«

»Ein tragikomischer Roman über lieblose Mütter, Einsamkeit und einen kognitiv beeinträchtigten Jungen.«

»Mit ›Unser Ole‹ hat Katja Lange-Müller, Virtuosin des bösen Blicks, abermals bewiesen, wie zeitgemäß und erhellend ein psychologischer grundierter Realismus heute noch ist.«

»Sehr trist, aber so humorvoll, dass man es nicht weglegen will.«

»(...) der Roman (brilliert) mit Slapstick«

»Die Autorin entwirft in diesem Roman traurige Figuren und Konstellationen, zeichnet verlorene Leben, die trotzdem von Widerstand geprägt sind.«

»Es ist eine helle Freude, dieses Buch zu lesen.«

»Lange-Müller hat einen gnadenlosen Blick für die Abgründe und Wunden, die nicht nur zwischen Frauen unter einem Dach aufreißen.«

»Katja Lange-Müller zeichnet ein schonungsloses Szenario, das von emotionaler Unfähigkeit, aber auch von großer Widerstandsfähigkeit erzählt.«

»Ihr neuer Roman ›Unser Ole‹ zieht einen mit ihrem typischen trockenen Witz sofort in sein Geschehen.«

»Diese Autorin hat einen ungewöhnlich scharfen Blick für die Schwächen
und Defekte von Menschen.«

»Ein großer Kunstgriff«

»Dass sie keinen Traumaplot bedient (…), sondern eine abgründig gewöhnliche Geschichte über fehlende Mutterliebe erzählt, macht dieses Prosadrama zu einem besonderen Roman, den nur diese Schriftstellerin erzählen kann«

»Katja Lange-Müller ist eine begnadete Erzählerin. Pointiert, witzig, mit ostberliner Zungenschlag.«

»(man findet) in ›Unser Ole‹ den Ton, den man von ihr so mag, witzig und weise und geschärft vom Leben in Berlin (Ost wie West)«

»lakonisch, genau, niemals beschönigend und mit einem feinen Sinn für die Komik des Scheiterns«

»Wer andere Mütter - Anti-Mütter! - in geballter Form und sprachlich brillant erleben will, der muss unbedingt ›Unser Ole‹ lesen.«

»Ein dicht gestricktes Kammerspiel.«

Erscheinungsdatum
Sprache deutsch
Maße 115 x 190 mm
Gewicht 302 g
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Bindungsstörung • Böse Schafe • die Unbeugsamen • Familiäre Konflikte • Familiendrama • Frauentragödie • Mütterliche Ablehnung • Mutterrolle • Mutter-Tochter-Beziehung • Oma-Enkel-Beziehung • Seelische Verletzungen • Selbstlüge • soziale Isolation • Verlorenes Zuhause
ISBN-10 3-462-05017-6 / 3462050176
ISBN-13 978-3-462-05017-2 / 9783462050172
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich