Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen

Roman
Buch | Softcover
272 Seiten
2021 | 2. Druckauflage 2021
Tropen (Verlag)
978-3-608-50509-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen - Hallgrímur Helgason
11,00 inkl. MwSt

Es läuft nicht gut für Toxic. Um seiner Verhaftung zu entkommen, muss er einen Mann umbringen und dessen Identität übernehmen. Dummerweise handelt es sich dabei um einen amerikanischen Fernsehprediger ... Hallgrímur Helgasons neuer Roman ist noch schneller, noch spannender und noch witziger als seine Vorgänger.

»... unbedingt empfehlenswert.«
Christine Westermann, WDR 2 Bücher, 21.2.10


»Ein Gesellschaftsroman, der Komik und Ernst wunderbar vermischt.«
Rainer Moritz, Die Welt

Es läuft nicht gut für Toxic. Um seiner Verhaftung zu entkommen, muss er einen Mann umbringen und dessen Identität übernehmen. Dummerweise handelt es sich dabei um einen amerikanischen Fernsehprediger ... Hallgrímur Helgasons neuer Roman ist noch schneller, noch spannender und noch witziger als seine Vorgänger.

Eigentlich ist er Kroate, eigentlich lebt er in New York und eigentlich ist er kein Priester, sondern ein Auftragskiller mit 66 erfolgreich ausgeführten Morden. Doch einmal in Island angekommen, bleibt Toxic nichts anderes übrig, als die Rolle des Predigers zu spielen. Mehr schlecht als recht absolviert er einen Auftritt in einer TV-Show und verliebt sich auch noch in die Tochter seiner Gastgeber. Bald schon droht er aufzufliegen ... Hallgrímur Helgason hat eine schräge Geschichte an den Rändern Europas geschrieben.

»Der isländische Sommer ist wie ein Kühlschrank, den man sechs Wochen offen lässt. Das Licht ist die ganze Zeit an und das Gefrierfach taut, aber richtig warm wird es nie.«

Hallgrímur Helgason, geboren 1959 in Reykjavík, besuchte nach dem Studium an der Hochschule für Kunst und Kunstgewerbe in Reykjavík für ein Jahr die Kunstakademie in München. Seinen Durchbruch feierte er 1996 mit dem Roman 101 Reykjavík, der kurze Zeit später verfilmt wurde. Es folgten die Bestseller Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen (2008) und Eine Frau bei 1000° (2011). Helgason ist einer der international erfolgreichsten Autoren Islands. Zuletzt sind von ihm bei Tropen erschienen: Seekrank in München (2015) und 60 Kilo Sonnenschein (2020).

»Sprachwitz und ein aufgekratzter Sound zeichnen den Roman aus.« Aldo Keel, Neue Zürcher Zeitung, 03.05.2010 Aldo Keel Neue Zürcher Zeitung 20100503

»Sprachwitz und ein aufgekratzter Sound zeichnen den Roman aus.«
Aldo Keel, Neue Zürcher Zeitung, 03.05.2010

»Das Buch hat alles für einen zünftigen Kultfilm: Liebe, Action, Drama, Humor, eine ungewöhnliche Landschaft und einen verpeilten Hauptdarsteller, der eigentlich nur ein bisschen Frieden will und den Grand Prix glotzen.«
Badische Zeitung, 22.07.2010

»Der Roman des Isländers Hallgrimur Helgason ist äußerst lesenswert, spannend und komisch.«
Barbara Meixner, Zuhause, 07/2010

»Ein makaber-komischer Krimi, aber auch ein Buch über die seelischen Katastrophen, die der Jugoslawien-Krieg angerichtet hat.«
Uwe Wittstock, Die Welt, 19.6.2010

»Der kroatische Mafia-Auftragskiller Tomislav Boksic, genannt Toxic, muss nach einer Panne New York verlassen und strandet auf einer Insel, die ihm sehr seltsam vorkommt: Island. Eine schräge Story erzählt Autor Hallgrímur Helgason in seinem neuen Buch - eine Art "Pulp Fiction" des Heimatromans.«
Bernd Haasis, Stuttgarter Nachrichten, 17.04.2010

»Mit Hallgrímur Helgason kommt eine neue Unernsthaftigkeit in die Welt. Wenn die Welt schon ungerecht ist, dann soll ihr wenigstens ein beißender Witz zusetzen.«
Salzburger Nachrichten, 10.04.2010

»Hallgrímur Helgason ist ein neuer Streich geglückt, ein Gesellschaftsroman, der Komik und Ernst wunderbar vermischt.«
Rainer Moritz, Die Welt, 3.4.2010

»Das Buch ist purer Lesespaß und Helgason ein Tipp für alle, die ihn noch nicht kennen.«
Jörg Howe, TrokkenPresse, 04/2010

»Warum sich für einen Auftragsmörder interessieren? Das Thema im Kino und der Kriminalliteratur ausgiebig behandelt, ist eigentlich abgehakt. Doch Hallgrímur Helgason ist ein Könner, der mit schwarzem Humor und feiner Erzählkunst das Genre auffrischt. Er entwirft einen Zusammenprall der Kulturen, der auch davon lebt, so manches Stereotyp aufzuzeigen und zu überprüfen.«
Susanne Schütz, Die Rheinpfalz, 27.02.2010

»Helgason ist ein fast lupenreiner Killer-Entwicklungsroman gelungen, der das Pathos des traumatisierten, einsamen Wolfes sehr komisch herunterbricht, ohne eine falsche Familienidylle gegenbildlich aufzubauen.«
Thomas Wörtche, Der Freitag, 25.02.2010

»Ein Buch, bei dem man bei jeder dritten Seite das dringende Bedürfnis hat, jetzt mal eben einem anderen eine Stelle vorzulesen, damit der mitlachen kann. Oder schief grinsen. Je nachdem. Schon deshalb unbedingt empfehlenswert.«
Christine Westermann, WDR 2 Bücher, 21.02.2010

»Hallgrímur Helgasons rasanter Roman ... führt den Leser in ein abgedrehtes Island, das dem Autor gut vertraut ist: Er arbeitet dort als Künstler und Stand-up-Comedian.«
stern, 04.02.2010

1. TOXIC
Meine Mutter hat mich Tomislav genannt, und mein Vater war ein Bok si´c. Nach der ersten Woche in Amerika nannten mich alle nur noch Tom Boksic. Es war bloß eine Frage der Zeit, bis daraus Toxic wurde.
Der, der ich heute bin.
Ich frage mich oft, ob ich meinen Namen vergiftet habe oder er mich. Ich bringe Gefahr. Sagt zumindest Munita. Die ist süchtig nach Gefahr. Meine leicht entflammbare Freundin. Munita hat in Peru gelebt. Bis Terroristen ihre Familie in die Luft gesprengt haben und sie nach New York gezogen ist, wo sie einen Job an der Wall Street bekommen hat. Ihr erster Arbeitstag war der 11. September. Auf unserer ersten Reise nach Kroatien wurde sie Zeugin zweier Morde. Den ersten habe ich zugegebenermaßen selbst begangen, aber das mit dem zweiten war reiner Zufall. Und eigentlich sogar ganz schön romantisch. Wir waren in Mirkos Restaurant essen, als der Mann am Nebentisch eine Kugel in den Kopf bekam. Etwas von seinem Blut ist in Munitas Weinglas gespritzt. Ich hab's ihr nicht gesagt. Es war sowieso Roter.
Eigentlich mag sie gar keine Gewalt, sagt sie, aber ich glaube, dass sie sich von Herrn Gefährlich angezogen fühlt, gerade weil er so toxisch ist. Bei uns vergeht nie viel Zeit bis zum nächsten Knall. Der Sex ist immer explosiv. Munita ist das, was die Amis ein body-girl nennen. Wenn Männer sie ansehen, beginnen sie immer unten. Wie die meisten Südamerikanerinnen ist sie nicht groß, und manche Leute haben sogar gesagt, sie sei fett, aber diese Leute haben danach nicht mehr viel gesagt. Wenn man mit ihr eine ruhige Straße entlanggeht, kann man hören, wie ihre Brüste hin und herschwingen. Sapp-schwapp, sapp-schwapp. Mein Lieblingsgeräusch hier in Amerika. Wenn sie ihre merkwürdige orangefarbene Bluse trägt, hören die anderen es auch. Seit ich sie kenne, werde ich das Gefühl nicht los, dass ich sie früher irgendwo schon mal gesehen habe. Bevor wir heiraten, sollte ich sie fragen, ob sie mal in einem Porno mitgespielt oder im Internet gestrippt hat.
Das Beste an Munita ist allerdings, dass ihre Familie tot ist. Keine Schwiegermutter, keine Onkel und Tanten, keine Thanksgiving-Feiern, Kindergeburtstage oder Hochzeiten, bei denen man sich sehen lassen muss und dann, fünfzig Leute im Rücken, in brütender Hitze auf irgendeiner Wiese herumsteht.
Munita Rosales hat eine Schwäche für Waffenträger. Vor mir war sie mit einem dieser Talotypen aus Long Island zusammen. (Wir nennen Italien immer Talien, seit Niko mal aus Versehen bei einem ihrer Restaurants das I weggeschossen hat.) Sein Lebenslauf war wesentlich kürzer als meiner, aber als Kollege zählt er wohl trotzdem.
Ich bin das, was man in unserer Sprache pla ceni ubojica nennt. In New York sagen sie dazu hitman , Auftragskiller. Seit ich vor sechs Jahren hierher gekommen bin, habe ich den Bestattungsinstituten einiges zu tun gegeben. Ich habe sogar mal darüber nachgedacht, mit einem eine Kooperation zu starten - erst vor ein paar Tagen habe ich zu Dikan gesagt, er solle heimlich eins aufkaufen. Dann könnten wir an unseren Opfern auch noch verdienen, nachdem sie tot sind.
Erlauben Sie mir, Ihnen etwas von meiner Arbeit zu erzählen. Die meiste Zeit kellnere ich im The Zagreb Samovar , unserem gemütlichen Restaurant auf der East 21st Street. Das englische Wort waiter passt ganz gut, denn ein großer Teil der Arbeit eines Auftragsmörders besteht darin, auf den nächsten Auftrag zu warten. Was ganz schön nerven kann. Die Balkanbestie in meiner Seele bekommt nie genug. Wenn zwischen zwei Schüssen mehr als drei Monate vergehen, werde ich unausstehlich. Mein flauestes Jahr war 2002. Nur zwei Treffer und ein Fehlschuss. Letzteren bereue ich noch heute. Fehlschüsse können in meiner Branche tödlich sein. Wer will schon eine angeschossene beleidigte Leberwurst, die durch die Stadt tobt und dafür sorgen möchte, dass man selber die Abschiedskugel kriegt? Die Leute reagieren nun mal ziemlich genervt, wen

Erscheinungsdatum
Übersetzer Kristof Magnusson
Sprache deutsch
Maße 128 x 210 mm
Gewicht 454 g
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
Schlagworte Auftragskiller • Humor • Island • Killer • Komödie • Krimi • Mord • New York • Reykjavík • Roman • Schwarzer Humor • Spannung • USA
ISBN-10 3-608-50509-1 / 3608505091
ISBN-13 978-3-608-50509-2 / 9783608505092
Zustand Neuware
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