Wer Kalorien zahlt, hat den Zug verpasst (eBook)
230 Seiten
Edition El!es (Verlag)
978-99945-50-84-5 (ISBN)
Ruth Gogoll ist eine seit weit über zwei Jahrzehnten erfolgreiche Roman-Autorin, aber dieses Buch ist ihr erstes Sachbuch. Dass sie Roman-Autorin ist, merkt man jedoch weiterhin an der besonderen Gestaltung des Buches, denn es beginnt mit einem Dialog. Auf den dann die wissenschaftlichen Grundlagen für erfolgreiches Abnehmen folgen. Aus eigener Erfahrung weiß Ruth Gogoll, wie schwierig es ist, abzunehmen und wie viele Mythen darüber verbreitet werden, die zum Schluss eher das Gegenteil bewirken, denn sie war ihr Leben lang übergewichtig. Auch weil sie diesen Ratschlägen gefolgt ist wie beispielsweise Weniger essen, sich mehr bewegen. Und Kalorien zählen. Bis vor einigen Jahren, als sie die ultimative Methode zum Abnehmen entdeckte. Die möchte sie jetzt mit diesem Buch auch an andere Betroffene weitergeben.
Nie wieder Kalorien zahlen, nie wieder Diat - das klingt verlockend, nicht wahr? Aber wie sonst sollen denn die Pfunde purzeln? Die Antwort darauf ist so einfach: Indem wir auf unsere korpereigenen Mechanismen horen und sie uns zunutze machen. Solange wir gegen unseren Korper essen und nicht mit ihm, werden Diaten und Kalorienzahlen langfristig nie erfolgreich sein. Aus eigener Erfahrung heraus hat Ruth Gogoll angefangen, nach einem Weg aus der Diatfalle heraus zu suchen. Und hat fur sich nach grundlicher Recherche von wissenschaftlicher Literatur abseits der ausgetretenen Weniger essen, mehr bewegen -Pfade herausgefunden, wie man Naturlich schlank wird und bleibt ganz ohne Diat. Und genau dieses Wissen mochte sie mit diesem Buch teilen.
Ruth Gogoll ist eine seit weit über zwei Jahrzehnten erfolgreiche Roman-Autorin, aber dieses Buch ist ihr erstes Sachbuch. Dass sie Roman-Autorin ist, merkt man jedoch weiterhin an der besonderen Gestaltung des Buches, denn es beginnt mit einem Dialog. Auf den dann die wissenschaftlichen Grundlagen für erfolgreiches Abnehmen folgen. Aus eigener Erfahrung weiß Ruth Gogoll, wie schwierig es ist, abzunehmen und wie viele Mythen darüber verbreitet werden, die zum Schluss eher das Gegenteil bewirken, denn sie war ihr Leben lang übergewichtig. Auch weil sie diesen Ratschlägen gefolgt ist wie beispielsweise Weniger essen, sich mehr bewegen. Und Kalorien zählen. Bis vor einigen Jahren, als sie die ultimative Methode zum Abnehmen entdeckte. Die möchte sie jetzt mit diesem Buch auch an andere Betroffene weitergeben.
Was Ärzte alles nicht wissen . . .
»Insulin?« Carola reißt die Augen auf. »Ich soll mir Insulin spritzen, um abzunehmen?«
»Aber nein.« Lachend schüttle ich den Kopf. »Das wäre absolut kontraproduktiv. Je mehr Insulin man hat, desto mehr nimmt man zu.«
Etwas verwirrt schaut sie mich an. »Echt jetzt?«, fragt sie. »Ich dachte, Insulin hat irgendwas mit Zucker zu tun. Mit Zuckerkrankheit. Diabetes. Dann muss man das spritzen. Aber ich hab ja keinen Zucker. Jedenfalls nicht, dass ich wüsste.« Sie runzelt die Stirn. »Allerdings hat mir mein Arzt letztens damit gedroht, falls ich nicht abnehme. Er meint, alle Leute, die dick sind, kriegen letztendlich Zucker.«
»Das stimmt so nicht«, sage ich, nicke dann aber. »Was allerdings stimmt, ist, dass die Gefahr, an Diabetes zu erkranken, für Übergewichtige tatsächlich größer ist. An Diabetes 2, meine ich jetzt. Was man früher Altersdiabetes nannte. Das stimmt allerdings schon lange nicht mehr. Mittlerweile kriegen den sogar Kinder. Aber nicht wie Diabetes 1. Der hat mit den Genen zu tun. Diabetes 2 hat mit unserer Ernährung zu tun.«
»Ach?« Das überrascht Carola sichtlich. »Also nicht mit dem Übergewicht?« Ganz offenbar keimt Hoffnung in ihr auf.
»Nicht direkt«, bestätige ich. »Oftmals denken die Leute, zuerst wird man übergewichtig und dann bekommt man Diabetes. So ist es aber nicht. Übergewicht und Diabetes sind beide das Ergebnis eines Insulinüberschusses im Körper, also beides Symptome für dieselbe Krankheit, könnte man sagen.«
Ich sehe, dass ihre Augen etwas verständnislos blicken, deshalb erkläre ich weiter: »So wie Husten und Schnupfen bei Erkältung. Man kann nicht sagen, dass man zuerst Husten bekommt, und der Husten ist dann die Ursache für den Schnupfen. Oder umgekehrt. Man hat eine Erkältung, und sowohl der Husten als auch der Schnupfen stehen auf der gleichen Stufe. Beides sind Symptome für die Ursache Erkältung.«
»Dann hat mir mein Hausarzt also Blödsinn erzählt?« Erstaunt blickt Carola mich an.
Ich seufze. Das Thema ist bedauerlicherweise ein sehr leidiges. »Die meisten Ärzte heutzutage sind in keiner Weise bezüglich Ernährung ausgebildet«, erkläre ich. »Und selbst die, die dafür ausgebildet sind, Ernährungsmediziner, haben oft falsche Dinge gelernt. Weil Ernährung im Medizinstudium im Prinzip keinen Stellenwert hat. Also werden einfach die Dinge weitergegeben, die man schon seit fünfzig oder mehr Jahren glaubt, die aber nicht unbedingt richtig sein müssen. Für die es zum Teil noch nicht einmal Beweise gibt.«15
Offensichtlich erschüttert starrt Carola in die Luft. »Das heißt, man kann nicht einmal mehr seinem Arzt trauen?« Ihr Blick kehrt zu mir zurück.
»Nur wenn er auf dem neuesten Stand ist, wenn er sich in dieser Hinsicht weitergebildet hat«, sage ich, »wird er dir die richtigen Ratschläge geben. Wenn er sich nach dem richtet, was er im Studium gelernt hat, werden es wahrscheinlich die falschen sein.«
Das macht Carola sprachlos.
»Du musst immer bedenken«, verteidige ich die Ärzteschaft, »dass Ärzte oder Ärztinnen auch nur Menschen sind. Das Medizinstudium ist ein sehr langes und hartes, in dem sie sehr viel lernen. Traditionell gehört Ernährung aber nicht dazu. Deshalb ist es kein Wunder, dass sie selbst bei einem glänzenden Studienabschluss am Ende weniger über Ernährung wissen als die meisten Übergewichtigen. Die sich aus ihrem eigenen Leidensdruck heraus damit beschäftigt haben, sich damit beschäftigen mussten.«
Erst langsam, dann immer schneller nickt Carola. »Deshalb . . .«, murmelt sie. »Ich habe mich schon gewundert.«
Fragend hebe ich die Augenbrauen. »Worüber gewundert?«
»Über seine Reaktion«, erklärt Carola. »Manchmal, wenn ich ihn zu bestimmten Dingen befragt habe –«, sie schaut mich kurz an, »bezüglich Abnehmen, weißt du? – hatte ich das Gefühl, er weiß überhaupt nicht, wovon ich spreche.« Sie zuckt die Schultern und verzieht das Gesicht. »Er ist ja auch schlank.«
»Deshalb sollte er trotzdem etwas über Ernährung wissen, um seinen Patienten helfen zu können«, erwidere ich. »Aber das ist wie gesagt oft leider nicht der Fall. Dein Arzt ist da also keine Ausnahme, sondern eher die Regel.«
Carola holt tief Luft. »Schöner Mist!«, stößt sie dann verärgert hervor. »Wer soll einem denn sonst helfen?«
»Es gibt schon ein paar Ärzte, die sich auskennen, aber die sind schwer zu finden.« Bedauernd schaue ich sie an. »Und wenn, dann sind sie meistens überlaufen.«
Sie gibt ein hohles Geräusch von sich. »Na, du machst mir ja Mut . . .«
Ich beuge mich vor, nehme ihre Hand und drücke sie. »Glücklicherweise gibt es mittlerweile viele Ärzte, die ihr Wissen mit anderen teilen. Im Internet zum Beispiel. Diese Möglichkeit hatte man früher nicht, und das ist etwas eindeutig Positives, das das Internet mit sich gebracht hat. Früher war vieles eine Geheimwissenschaft, mit nur wenigen Eingeweihten, heutzutage können wir uns selbst die Informationen besorgen, die wir brauchen.«
»Na gut,«, sagt sie und strafft ihre Schultern. »Dann möchte ich jetzt bitte ein paar Informationen von dir haben.« Wie eine eifrige Schülerin, die der Lehrerin gegenüber aber noch etwas skeptisch ist, schaut sie mich an. »Wie ist das mit der Ernährung? Was darf ich essen und was nicht? Hast du Rezepte?«
Ich muss erneut lachen. Dann schüttle ich den Kopf. »So funktioniert das nicht. Du denkst zu sehr wie bei einer Diät.«
»Wie, keine Rezepte?«, fragt sie enttäuscht.
»Ich kann dir Rezepte geben oder wir können zusammen welche entwickeln«, lächle ich. »Aber im Prinzip kannst du essen, was du willst. Du brauchst keine speziellen Rezepte.«
»Dann muss ich mir die Kalorien wieder selbst ausrechnen.« Carola schmollt sichtbar.
Ich stoße eine Art unterdrückten Schrei aus. »Vergiss doch endlich diese verdammten Kalorien! Darum geht es nicht!«
»Wie soll ich dann wissen, wie viele Kalorien ein Rezept hat? Wie viel ich essen darf und wann ich aufhören muss?«, fragt sie ziemlich angriffslustig.
»Das weiß dein Körper«, sage ich. »Wenn du dafür sorgst, dass dein Insulinpegel normal ist.«
»Wieder dieses blöde Insulin«, entgegnet sie gelangweilt. »Damit habe ich doch nichts zu tun. Ich hab dir doch gesagt, ich habe keinen Zucker. Selbst mein anscheinend nicht genügend ausgebildeter Arzt weiß das. Er macht regelmäßig Bluttests bei mir.«
»Und misst deinen Zuckerwert im Blut«, ergänze ich nickend. »Aber hat er bisher auch nur ein einziges Mal deinen Insulinwert gemessen?«
»Weiß ich nicht«, sagt sie etwas unzufrieden.
»Ich würde mal vermuten, dass er das nicht getan hat«, sage ich. »Das ist nämlich nicht üblich und es ist auch etwas aufwendiger, als den Zuckerwert zu messen. Nicht so einfach. Gehört nicht zum Standardrepertoire.«
»Aber wenn mein Zuckerwert nicht zu hoch ist, wird das mit dem Insulin doch auch in Ordnung sein«, vermutet sie etwas trotzig. »Sonst hätte ich ja Diabetes. Und das hätte er bestimmt festgestellt.«
Ich schüttle den Kopf. »Man kann jahrelang eine Insulinresistenz haben, bevor der Diabetes festgestellt wird. Dann ist es aber eigentlich schon zu spät.«
»Und die Insulinresistenz kann man mit diesem Insulintest feststellen?«, fragt sie.
Ich nicke. »Wenn dein Insulin zu hoch ist, bist du resistent. Und das ist der Vorläufer zu Diabetes.«
Sie erschrickt. »Das heißt, ich könnte diese . . .« Sie schaut mich stirnrunzelnd an.
»Insulinresistenz«, helfe ich aus.
»Insulinresistenz haben, obwohl mein Zuckerwert normal ist, und ich weiß gar nichts davon?«
Das muss ich nickend bestätigen. »Das ist leider so. Weil immer nur der Zuckerwert gemessen wird. Und wenn der schon zu hoch ist, dann ist es wie gesagt eigentlich schon zu spät.«
»Und was kann ich da machen?«, fragt sie ratlos. »Selbst mal angenommen, ich würde diesen Wert jetzt messen lassen . . . irgendwie. Was würde mir das dann nützen? Wenn er zu hoch ist, wie kriege ich ihn dann runter? Geht das überhaupt?«
Ich hebe eine Hand und steche mit dem Zeigefinger in die Luft. »Da sind wir jetzt endlich beim Casus knacktus«, verkünde ich zufrieden. Ich lache sie an. »Insulin ist ein Hormon. Und Hormone reagieren immer auf irgendetwas. Insulin reagiert auf unser Essen. Wenn wir etwas essen, geht es hoch und danach wieder herunter. Das ist seine normale Funktion. Da ist es dann auch überhaupt nicht schlimm, wenn der Insulinwert höher ist. Problematisch wird es nur, wenn dieser Insulinwert dauerhaft erhöht ist, also praktisch nicht mehr runterkommt.«
»Klingt wie eine Droge«, fällt Carola lachend ein. »Man kommt nicht mehr vom Trip zurück. Und wenn es ein Horrortrip ist, hat man Pech gehabt.«
»Das hast du gut erfasst«, stimme ich ihr zu. »Genauso ist es. Diabetes ist ein Horrortrip. Das wird wohl jeder bestätigen, der das Pech hat, unter Diabetes zu leiden.«
Sie wird wieder ernst. »Du meinst das wirklich, hm?«
»Ja«, sage ich.
»Aber solange ich noch nicht zuckerkrank bin«, sie verzieht das Gesicht, »kann ich doch gar nichts dagegen tun. Wogegen ich was tun will, ist mein Übergewicht.«
»Wie gesagt sind das sozusagen zwei Seiten derselben Medaille«, erinnere ich sie. »Wenn dein Insulin normal ist, wird dein Übergewicht automatisch verschwinden. Und Diabetes wirst du gar nicht erst kriegen.«
»Das will ich hoffen!« Mit Nachdruck stößt sie das hervor. »Das fehlte mir noch!«
»Eben«,...
Erscheint lt. Verlag | 24.12.2021 |
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Verlagsort | Windhoek |
Sprache | deutsch |
Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Gesundheit / Leben / Psychologie ► Ernährung / Diät / Fasten |
Schlagworte | Abnehmen • Diät • Fasten • Insulin • Intervallfasten • Kalorien • Schlank • Übergewicht • übergewichtig |
ISBN-10 | 99945-50-84-5 / 9994550845 |
ISBN-13 | 978-99945-50-84-5 / 9789994550845 |
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