Die Braut des Normannen (eBook)
447 Seiten
beHEARTBEAT (Verlag)
978-3-7517-0336-9 (ISBN)
Historischer Liebesroman aus der Epoche Wilhelms des Eroberers
England, 11. Jahrhundert. Beim Einfall der Normannen wird die schöne und stolze Angelsächsin Nichola gefangen genommen und gezwungen, einen von Wilhelms Kriegern zu heiraten: den grimmigen Normannen Royce. Doch zurück auf ihrer Burg, denkt Nichola nicht im Traum daran, sich seinen Befehlen zu beugen - sehr zu seinem Missfallen. Obwohl seine widerwillige Braut ihn in hitzigen Wortgefechten zur Weißglut treibt, ist Royce gleichzeitig erstaunt über die Empfindungen, die sie in ihm hervorruft, wenn er sie berührt. Doch noch während beide um ihre Gefühle ringen, bedrohen Intrigen und Verrat ihr aufkommendes Liebesglück.
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<p>Julie Garwood (*1946 in Kansas City, Missouri) gilt als Grande Damen der historischen Liebesromane. Mit einer Gesamtauflage von über 40 Millionen Exemplaren weltweit und mehr als 15 New-York-Times-Bestsellern zählt sie zu den beliebtesten und erfolgreichsten Vertreterinnen ihres Genres. Dabei kam sie erst nach einer Ausbildung als Krankenschwester zum Schreiben, als ihr jüngstes Kind eingeschult wurde. </p> <p>Seit Erscheinen ihres ersten Romans Mitte der Achtzigerjahre hat sie mehr als 30 Bücher veröffentlicht. Garwoods Liebesgeschichten zeichnen sich durch sinnliche Leidenschaft aus, gepaart mit einem Augenzwinkern und historischer Detailtreue. Dabei ist sie im mittelalterlichen Schottland ebenso heimisch wie im England der Regentschaftszeit. Ihr Anspruch lautet: "Ich möchte meine Leserinnen zum Lachen und zum Weinen bringen und hoffe, dass sie sich verlieben." </p> <p>Die Autorin lebt in Leawood, Kansas. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. </p> <p>Für weitere Informationen besuchen Sie Julie Garwoods Homepage unter: <a href="https://juliegarwood.com/" target="_blank">https://juliegarwood.com/</a>. </p> <p><br></p>
Julie Garwood (*1946 in Kansas City, Missouri) gilt als Grande Damen der historischen Liebesromane. Mit einer Gesamtauflage von über 40 Millionen Exemplaren weltweit und mehr als 15 New-York-Times-Bestsellern zählt sie zu den beliebtesten und erfolgreichsten Vertreterinnen ihres Genres. Dabei kam sie erst nach einer Ausbildung als Krankenschwester zum Schreiben, als ihr jüngstes Kind eingeschult wurde.Seit Erscheinen ihres ersten Romans Mitte der Achtzigerjahre hat sie mehr als 30 Bücher veröffentlicht. Garwoods Liebesgeschichten zeichnen sich durch sinnliche Leidenschaft aus, gepaart mit einem Augenzwinkern und historischer Detailtreue. Dabei ist sie im mittelalterlichen Schottland ebenso heimisch wie im England der Regentschaftszeit. Ihr Anspruch lautet: "Ich möchte meine Leserinnen zum Lachen und zum Weinen bringen und hoffe, dass sie sich verlieben."Die Autorin lebt in Leawood, Kansas. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.Für weitere Informationen besuchen Sie Julie Garwoods Homepage unter: https://juliegarwood.com/.
1
England, 1066
Er wusste nicht, was ihn getroffen hatte.
Eben hatte er sich noch mit seinem Lederärmel den Schweiß von der Stirn gewischt, einen Augenblick später lag er schon flach auf dem Rücken.
Sie hatte ihn im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen. Natürlich musste sie warten, bis er seinen Helm abnahm, dann schwang sie den schmalen Lederriemen hoch über ihren Kopf. Der kleine Stein, den sie in die behelfsmäßig geknüpfte Schlinge gelegt hatte, wirbelte immer schneller herum, bis er mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen war. Der Lederriemen zischte und schnaubte wie ein wildes Tier, als er durch die Luft sauste, aber ihr Opfer stand zu weit weg, um den Laut zu hören. Sie hatte sich in dem frostigen morgendlichen Schatten auf dem Wehrgang postiert, und ihr Gegner weit unter ihr vor der hölzernen Zugbrücke.
Der riesige Normanne war kaum zu verfehlen, und die Tatsache, dass er der Anführer der Barbaren war, die die Festung ihrer Familie stürmten, steigerte ihre Entschlossenheit nur noch. In ihrer Fantasie war der Hüne zum Goliath geworden.
Und sie war David.
Aber ganz anders als der fromme Held aus der uralten Geschichte hatte sie nicht vor, ihren Gegner zu töten, sonst hätte sie auf seine Schläfe gezielt. Nein, sie wollte ihn nur für eine Weile außer Gefecht setzen, und aus diesem Grund schleuderte sie den Stein auf seine Stirn. Mit Gottes Hilfe würde ihm für den Rest seiner Tage eine Narbe bleiben, eine Erinnerung an die Gräueltaten, die er an diesem finsteren Tag seines Sieges befohlen hatte.
Die Normannen würden diese Schlacht gewinnen, daran bestand kein Zweifel. Es konnte nur noch ein oder zwei Stunden dauern, bis sie die Burg erobert hatten.
Eine Niederlage war unausweichlich, das wusste sie. Ihre angelsächsischen Soldaten waren zahlenmäßig hoffnungslos unterlegen, und ein Rückzug war unvermeidbar. Es war bitter, aber ihnen blieb nichts anderes übrig.
Dieser normannische Riese war schon der vierte Angreifer, den der Bastard William, der Beherrscher der Normandie, in den letzten drei Wochen geschickt hatte, um ihre Festung einzunehmen.
Die ersten drei hatten gekämpft wie kleine Buben, und sie und ihre Brüder hatten die Eindringlinge ohne Schwierigkeiten in die Flucht geschlagen. Aber dieser Mann war anders. Er ließ sich nicht verjagen, und es stellte sich schnell heraus, dass er weit kampferfahrener und viel gerissener war als seine Vorgänger. Die Soldaten, die seinem Befehl unterstanden, waren genauso ungeschickt wie die anderen zuvor, aber dieser neue Anführer achtete streng auf Disziplin und darauf, dass seine Männer ihr Ziel nie aus den Augen verloren.
Am Ende dieses schrecklichen Tages würden die Normannen den Sieg davontragen.
Aber ihrem Befehlshaber sollte dieser Erfolg ein Schwindelgefühl verursachen, dafür würde sie schon sorgen.
Sie lächelte, als sie den Stein schleuderte.
Baron Royce war von seinem Streitross gestiegen, um einen seiner Soldaten aus dem Graben zu ziehen, der die Burg umgab. Der tollpatschige Kerl war ausgerutscht und kopfüber ins tiefe Wasser gefallen. Wegen der schweren Rüstung und der Waffen sank er wie ein Stein. Royce streckte eine Hand ins Wasser, bekam einen Stiefel zu fassen und zerrte den jungen Soldaten aus den schlammigen Tiefen. Mit einer raschen Bewegung warf er seinen Gefolgsmann auf das grasbewachsene Ufer. Der Bursche hustete und prustete, und das verriet Royce, dass er keine weitere Hilfe brauchte – der Junge atmete noch. Royce nahm seinen Helm ab und wischte sich gerade den Schweiß von der Stirn, als der Stein durch die Luft zischte und sein Ziel traf.
Royce wurde nach hinten geworfen und fiel nicht weit von seinem Hengst entfernt zu Boden. Er war nicht lange bewusstlos, aber als er die Augen öffnete, umgab ihn noch immer ein feiner Nebel. Ein paar seiner Soldaten waren ihm sofort zu Hilfe geeilt.
Er wies sie schroff zurück, setzte sich allein auf und schüttelte den Kopf, um den Schmerz und die verwirrende Benommenheit loszuwerden. Für ein paar Minuten konnte er sich nicht einmal daran erinnern, wo er sich überhaupt befand. Blut sickerte aus der Wunde über seinem rechten Auge. Er tastete die Stelle ab und merkte, dass er eine tiefe Fleischwunde davongetragen hatte.
Er hatte immer noch keine Ahnung, was ihn getroffen hatte. Das Ausmaß der Verletzung schloss aus, dass es ein Pfeil gewesen war – aber, verdammt, sein Schädel brannte wie Feuer.
Royce verdrängte den Schmerz und konzentrierte sich darauf, auf die Füße zu kommen. Die Wut verlieh ihm neue Kraft. Bei Gott, er würde den Bastard, der ihm das angetan hatte, ausfindig machen und es ihm mit gleicher Münze heimzahlen.
Dieser Gedanke hob seine Stimmung beträchtlich.
Sein Knappe hielt die Zügel des Streitrosses. Royce schwang sich in den Sattel und widmete seine Aufmerksamkeit dem Wehrgang auf der Burgmauer. Hatte sein Feind ihn von dort aus ins Visier genommen? Die Entfernung war zu groß, als dass er auch nur den Schatten einer Bedrohung hätte ausmachen können.
Er setzte seinen Helm auf und sah sich um. In den zehn oder fünfzehn Minuten, die seit seinem Sturz vergangen waren, schienen seine Soldaten alles vergessen zu haben, was er ihnen beigebracht hatte.
Ingelram, nach ihm der ranghöchste Mann der Truppe, hatte alle Männer auf der Südseite der Festung zusammengezogen und ließ sie in einer geschlossenen Truppe kämpfen. Feindliche Pfeile regneten auf sie von der Burgmauer herab und machten jeglichen Bodengewinn unmöglich.
Royce war entsetzt über diese Stümperei. Die Soldaten hielten sich die Schilde über die Köpfe, um die Pfeile abzuwehren, und wurden wieder einmal in die Defensive gedrängt wie schon am frühen Morgen, als er zu ihnen gestoßen war mit dem lästigen Auftrag, diesen unfähigen Burschen zum Sieg zu verhelfen.
Royce seufzte tief und übernahm das Kommando. Er änderte sofort die Taktik, damit sie den Boden, den sie gewonnen hatten, nicht wieder verloren. Mit zehn seiner zuverlässigsten Männer ritt er auf die kleine Anhöhe über der Festung. Noch bevor seine Soldaten Zeit hatten, auf die Feinde anzulegen, tötete Royce einen der angelsächsischen Soldaten, die auf der Burgmauer standen, mit seinem Pfeil. Dann gab er den Befehl, die Angelsachsen unter ständigem Beschuss zu halten. In kürzester Zeit schalteten sie die Verteidiger aus, und der Wehrgang war schließlich unbesetzt.
Fünf von Royces Männern kletterten auf die Mauer und durchschnitten die Seile der Zugbrücke, sodass sie sich senkte. Gott helfe ihm, aber er musste doch tatsächlich einen der eifrigen Eroberer daran erinnern, sein Schwert mitzunehmen, um die Burg erfolgreich stürmen zu können.
Royce ritt als Erster über die Holzplanken der Zugbrücke – mit gezogenem Schwert, obwohl offensichtlich dazu keinerlei Notwendigkeit bestand, da sowohl der untere als auch der obere Burghof menschenleer waren.
Die Eroberer durchsuchten die Hütten und Außengebäude, entdeckten aber nicht einen einzigen angelsächsischen Soldaten, und Royce wurde klar, dass die Feinde die Festung durch einen Geheimgang verlassen haben mussten. Er gab der Hälfte seiner Männer den Befehl, die Mauern nach versteckten Öffnungen abzusuchen, die er sofort wirksam verschließen wollte.
Die Normannen besetzten die Festung und hissten Williams Banner am Fahnenmast auf der Burgmauer. Jetzt gehörte diese Festung den Normannen.
Aber Royce hatte erst die Hälfte seiner Pflichten erfüllt, er musste noch die Kriegsbeute aufspüren und nach London bringen. Ja, es wurde Zeit, Lady Nichola gefangen zu nehmen.
Bei einem Streifzug durch die Wohnräume spürten Royces Männer nur eine Handvoll Bedienstete auf, die sogleich rüde auf den Hof gezerrt und umzingelt wurden.
Ingelram, der ebenso hochgewachsen war wie Royce, aber weder so kräftig noch von so vielen Schlachten gezeichnet war, hielt einen der angelsächsischen Diener am Schlafittchen fest. Der Bedienstete war ein älterer Mann mit schütterem grauen Haar und runzliger Haut.
Royce hatte nicht einmal Zeit abzusitzen, ehe Ingelram loslegte: »Das ist der Haushofmeister, Baron. Sein Name lautet Hacon, und er ist der Mann, der Gregory alles über die Familie erzählt hat.«
»Ich habe nie mit irgendeinem Normannen gesprochen«, protestierte Hacon. »Und ich kenne keinen Menschen, der Gregory heißt. Der Blitz soll mich treffen, wenn das nicht die Wahrheit ist«, fügte er trotzig hinzu.
Der »ergebene« Diener log, und er war sogar stolz, dass er unter diesen schrecklichen Umständen so mutig auftrat. Der alte Mann hatte noch keinen Blick auf den Anführer der Normannen geworfen, aber er behielt den eilfertigen blonden Ritter, der unaufhörlich an seiner Jacke zerrte, im Auge.
»Oh, du hast mit Gregory gesprochen«, erwiderte Ingelram entschieden. »Er war der erste Ritter, der diese Festung einnehmen und die Beute einfordern sollte. Du wirst es noch bereuen, wenn du uns anlügst, alter Mann.«
»Der Mann, den man mit einem Pfeil im Hinterteil von hier wegbrachte, hieß also Gregory?«, erkundigte sich Hacon.
Ingelram funkelte den Diener zornig an, weil...
Erscheint lt. Verlag | 30.9.2021 |
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Übersetzer | Ursula Walther |
Verlagsort | Köln |
Sprache | deutsch |
Original-Titel | The Prize |
Themenwelt | Literatur ► Historische Romane |
Literatur ► Romane / Erzählungen | |
Schlagworte | Braut • Bride • Burg • Der gestohlene Kuss • Heather Graham • Historische Liebesromane • Jude Deveraux • Julia Stirling • Laura Bastian • Liz Carlyle • Lois Greiman • Medieval • Mittelalter • Mittelalter Romance • Normanne • Normannen • Romance |
ISBN-10 | 3-7517-0336-5 / 3751703365 |
ISBN-13 | 978-3-7517-0336-9 / 9783751703369 |
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