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Das Böse im Herzen (eBook)

Roman

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019
576 Seiten
Blanvalet Taschenbuch Verlag
978-3-641-24625-9 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
9,99 inkl. MwSt
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Spannend, leidenschaftlich - einfach richtig gut! Ein neuer Fall für Eve Dallas.
Lieutenant Eve Dallas steht vor einem Rätsel: In einem ehemaligen Frauenhaus in New York werden die skelettierten Leichen zweier Frauen gefunden, ihre Körper in Plastik eingewickelt. Sie muss nun herausfinden, was damals geschah, und schnell wird klar, dass es noch zehn weitere Opfer gab - alles junge Mädchen, die vom richtigen Weg abgekommen waren. Jede hat ihre ganz eigene Geschichte, und jeder wurde die Chance auf ein besseres Leben genommen. Mithilfe ihres geliebten Ehemannes und ihres fantastischen Teams beim New York Police Department, muss sich Eve einer düsteren Geschichte stellen, die in ihr immer wieder Erinnerungen an ihre eigenen dunkle Vergangenheit hervorruft ...

J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren und veröffentlichte 1981 ihren ersten Roman. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.

1

Gebäude starben, wenn man sie verfallen ließ. Anders als durch Erdbeben und Stürme, die sie voller Leidenschaft und Zorn zum Einsturz brachten, wurden sie durch die Missachtung ihrer Eigentümer unauffällig und langsam umgebracht.

Wobei seine Betrachtungsweise eines Hauses, das seit über einem Dutzend Jahren nur noch Ratten oder Junkies Zuflucht bot, vielleicht ein bisschen zu romantisch war.

Aber mit einer Vision und einem Haufen Geld könnte man dafür sorgen, dass das alte Haus, das in dem früher als Hells’s Kitchen verrufenen Stadtteil traurig seine Schultern hängen ließ, bald wieder aufrecht stünde und eine neue Bestimmung fand.

Roarke war ein Mann mit zahlreichen Visionen und jeder Menge Geld, er setzte beides gern für Dinge ein, die ihm Freude machten.

Er hatte es bereits seit über einem Jahr auf diese ganz besondere Immobilie abgesehen und wie eine Katze vor dem Mauseloch geduldig ausgeharrt, bis es mit dem Mischkonzern, dem das Haus gehörte, wirtschaftlich bergab gegangen war. Er hatte über Monate hinweg sein Ohr gegen das Mauseloch gepresst, weshalb ihm weder die Gerüchte von einer Sanierung oder einem Abriss der Immobilie noch vom endgültigen Konkurs der Firma entgangen waren. Wie erwartet, hatten sich die Eigentümer am Ende von der Immobilie trennen wollen. Trotzdem hatte er gewartet, bis der seiner Meinung nach zu hohe Preis auf ein vernünftigeres Maß gesunken war.

Auch danach hatte er noch etwas länger abgewartet und die Eigentümer ein wenig schwitzen lassen, weil er wusste, dass die finanziellen Schwierigkeiten, die sie hatten, sie am Ende zwingen würden, sich mit einer erheblich niedrigeren Summe zu begnügen, um das Haus, das sie nicht länger unterhalten konnten, loszuwerden.

Der Kauf und der Verkauf von Immobilien wie von allen anderen Dingen war natürlich ein Geschäft. Aber zugleich war es für ihn ein Spiel, das er mit Freuden spielte, weil er es mit schöner Regelmäßigkeit gewann. Die Rolle des Geschäftsmanns war im Grunde beinah so befriedigend und amüsant wie die des Diebs.

Als Kind hatte er gestohlen, um zu überleben, diese Tätigkeit hatte er als Erwachsener fortgesetzt, weil er verdammt geschickt darin gewesen war und sie auf Dauer ebenfalls ein Spiel für ihn geworden war.

Aber diese Zeiten waren längst vorbei, und er bereute es nur selten, dass er aus der Dunkelheit ins Licht gewechselt hatte. Okay, den Grundstein seines jetzigen Vermögens hatte er noch in besagter Dunkelheit gelegt, inzwischen aber vermehrte er sein Geld und nutzte seine Macht legal und für jeden sichtbar.

Wenn er daran dachte, welches Leben er aufgegeben hatte, und welches er infolgedessen gewonnen hatte, wusste er, in seinem ganzen Leben hatte er nie einen besseren Deal gemacht.

Jetzt stand der hochgewachsene, schlanke, durchtrainierte Mann in dunkelgrauem Maßanzug und sorgfältig gestärktem torfrauchfarbenen Hemd, in seinem jüngst gekauften Haus zusammen mit Pete Staski, seinem hemdsärmeligen Vorarbeiter, und der gut gebauten Architektin Nina Whitt inmitten eines Haufens Schutt. Arbeiter schwirrten um sie herum, schleppten Werkzeuge herein und riefen sich über den Lärm hinweg, den Roarke bereits von unzähligen anderen Baustellen auf und außerhalb der Erde kannte, lautstark Anweisungen und Beleidigungen zu.

»Die Bausubstanz ist wirklich gut«, erklärte Pete und kaute nachdenklich auf seinem Brombeerkaugummi herum. »Und auch die Arbeit schreckt mich nicht, aber ich sage trotzdem noch einmal, es wäre deutlich günstiger, den Kasten einfach abzureißen und ein neues Haus zu bauen.«

»Kann sein«, pflichtete Roarke ihm bei, wobei ihm sein heimatlicher irischer Dialekt deutlich anzuhören war. »Trotzdem hat das Haus es nicht verdient, einfach abgerissen zu werden. Wir werden es entkernen und dann das draus machen, was mir Nina vorgeschlagen hat.«

»Sie sind der Boss.«

»Genau.«

»Es wird sich auf alle Fälle lohnen«, versicherte die Architektin Roarke. »Ich finde immer, dass die Abrissarbeiten der aufregendste Teil eines Projektes sind. Die Dinge, die sich überlebt haben, kommen weg, damit man etwas völlig Neues aus einem Gebäude machen kann.«

»Und man weiß nie, worauf man dabei vielleicht stößt«, erklärte Pete und bückte sich nach einem Vorschlaghammer, der zu seinen Füßen lag. »Einmal haben wir ein ganzes Treppenhaus entdeckt, das hinter Spanplatten verborgen war. Auf den Stufen lag ein Stapel Zeitschriften von 2015, wie meine Großmutter sie gelesen hat.«

Kopfschüttelnd hielt er Roarke den Hammer hin. »Am besten machen Sie den Anfang. Es bringt Glück, wenn der Besitzer selbst die ersten Schläge macht.«

»Wenn’s Glück bringt, will ich nicht so sein.« Amüsiert zog Roarke die Anzugjacke aus, drückte sie Nina in die Hand, warf einen Blick auf die vernarbte, feuchte Wand und lächelte, als er das orthografisch fehlerhafte Graffiti in Höhe seiner Schulter sah.

Fik die verfikte Welt!

»Dann fange ich in dieser Ecke an, okay?« Er wog den Vorschlaghammer in der Hand, holte aus und rammte ihn so kraftvoll in den Gipskarton, dass Pete ein zustimmendes Knurren entfuhr.

Das Billigmaterial zerbarst und spuckte grauen Staub und undefinierbare Brocken aus.

»Eine ordentliche Wand sieht anders aus«, bemerkte Pete. »Wahrscheinlich ist es reines Glück, dass dieses dünne Ding nicht längst von selbst zusammengefallen ist.« Er schüttelte erbost den Kopf. »Wenn Sie wollen, holen Sie noch zweimal aus, dann gibt sie vollends nach.«

Wahrscheinlich war es menschlich, dachte Roarke, dass er einen derart idiotischen Gefallen daran fand, mutwillig etwas zu zerstören. Er schlug noch einmal zu, und während weitere graue Brocken durch die Gegend flogen, holte er zum dritten Mal mit seinem Vorschlaghammer aus. Tatsächlich gab die Gipswand jetzt nach, wie von seinem Vorarbeiter prophezeit, und er entdeckte einen schmalen Raum und eine zweite Wand.

»Was ist das denn für ein Scheiß?« Pete trat neben seinen Boss und blickte durch die Öffnung in der ersten Wand.

»Warten Sie.« Roarke legte seinen Vorschlaghammer fort, zog Pete am Arm zurück und schob sich selber durch das Loch.

In dem knapp einen Meter breiten Raum zwischen der ersten und der zweiten Wand lagen zwei Bündel, die in dickes Plastik eingewickelt waren.

Trotzdem konnte er erkennen, was es war.

»Tja nun, wie lautete noch mal das Graffiti? Fick die verfickte Welt.«

»Ist das … heiliges Kanonenrohr.«

»Was ist?« Mit Roarkes Jacke in der Hand lugte auch Nina durch das Loch. »Oh! Oh mein Gott! Das sind … das sind …«

»Leichen«, beendete Roarke den Satz. »Oder das, was davon übrig ist. Sie müssen Ihren Leuten sagen, dass sie die Arbeit einstellen sollen, Pete. Am besten kontaktiere ich erst einmal meine Frau.«

Roarke zog sein Jackett aus Ninas schlaffen Fingern, nahm ein Handy aus der Tasche, und als Eves Gesicht auf dem Display erschien, erklärte er: »Ich brauche einen Cop.«

Lieutenant Eve Dallas stand vor einem dreigeschossigen, mit Rußflecken und Schmierereien übersäten Backsteinbau mit Brettern vor den Fenstern und rostigen Riegeln an den Türen. Was zum Teufel fand Roarke an dieser Bruchbude?

Okay, sie kannte ihn und wusste, wenn die Immobilie keinen finanziellen oder anderen Wert besäße, hätte er sie sicher nicht gekauft.

Doch deswegen war sie nicht hier.

»Vielleicht sind es ja gar keine Leichen.«

Eve warf einen Blick auf ihre Partnerin. Wie’s aussah, würde das Jahr 2060 mit diversen Frostbeulen an den Füßen von der Bühne gehen, um sich vor dem eisigen Dezemberwind zu schützen, hatte Peabody sich fest in einen violetten Flauschmantel gehüllt, in dem sie aussah wie ein Eskimo. Wobei wahrscheinlich nicht einmal ein Eskimo jemals so weit gegangen wäre, etwas anzuziehen, in dem man aussah wie ein lilafarbener Teddybär.

»Wenn er gesagt hat, dass dort Leichen liegen, liegen dort auch Leichen«, brummte sie.

»Ja, wahrscheinlich«, stimmte Peabody ihr widerstrebend zu. »Wir sind schließlich beim Morddezernat, das heißt, für uns beginnt der Tag, wenn er für andere endgültig geendet hat.«

»Vielleicht sollten Sie sich dieses Motto auf ein Kissen sticken.«

»Ich finde eher, dass es ein netter Aufdruck für ein T-Shirt ist.«

Eve nahm die beiden aufgesprungenen Betonstufen bis zu der Flügeltür, die weniger aus Eisen als aus zentimeterdickem Rost bestand. In ihrem Job fingen tatsächlich ständig neue Tage damit an, dass die von anderen endgültig vorüber waren.

Sie war eine hochgewachsene, schlanke Frau in einem langen Ledermantel und robusten Stiefeln, ihr kurz geschnittenes Haar flatterte im selben warmen Whiskeyton wie ihre Augen im kalten Wind. Sie zerrte an der Tür, die kreischend wie ein Klageweib mit einem entzündeten Kehlkopf aufging.

Ihr schmales Gesicht, in dessen Kinn ein flaches Grübchen war, spiegelte die Überraschung wider, als sie all den Schmutz, den Schutt und den katastrophalen Zustand der wahrscheinlich einst durchaus pompösen Eingangshalle sah.

Dann aber wurde ihre Miene kalt, und sie sah sich mit den ausdruckslosen Augen einer Polizistin um.

Peabody, die hinter ihr hereingekommen war, entfuhr ein leises: »Iiiih.«

Obwohl sie diese Meinung durchaus teilte, enthielt Eve sich eines Kommentars und blickte auf die Gruppe, die vor der teilweise eingestürzten Mauer stand.

Roarke drehte den Kopf, und als er sie entdeckte, kam er mit schnellen Schritten auf sie zu.

Statt in seinem teuren...

Erscheint lt. Verlag 16.12.2019
Reihe/Serie Eve Dallas
Eve Dallas
Übersetzer Uta Hege
Verlagsort München
Sprache deutsch
Original-Titel Concealed in Death (Death 38)
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
Schlagworte Aus süßer Berechnung • eBooks • eve dallas • Familie • In Rache entflammt • kleine geschenke für frauen • Krimi • Kriminalromane • Krimis • New York • New York Times Besteller • New York Times Bestseller • Nora Roberts • Romantic Suspense • Spiegel-Besteller-Autorin • Spiegel-Bestseller-Autorin • Thriller • Zum Tod verführt
ISBN-10 3-641-24625-3 / 3641246253
ISBN-13 978-3-641-24625-9 / 9783641246259
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