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Engel? (eBook)

Ein John Sinclair Roman

(Autor)

eBook Download: EPUB
2018 | 1. Auflage
333 Seiten
Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG
978-3-7325-6690-7 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
9,99 inkl. MwSt
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Aus der Feder des Sinclair-Schöpfers Jason Dark
Seit 15 Jahren warten die Sinclair-Fans auf ein neues Buch von ihrem 'Meister'

Eine mysteriöse Gestalt rettete dem Templer Godwin de Salier einst das Leben. Doch diese Rettung hat ihren Preis: Seit damals schuldet Godwin dem geheimnisvollen Wesen einen Gefallen. Jetzt ist der Fremde plötzlich aufgetaucht, um diesen einzufordern. Damit beginnt für Godwin und seinen Freund John Sinclair ein unheilvolles Abenteuer ...



Geboren wurde Jason Dark unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd 1945 im Sauerland. Er erlernte auf Wunsch seiner Eltern den "anständigen" Beruf eines Chemotechnikers, aber seine Leidenschaft galt immer dem Schreiben. Mit über 2.000 Romanen und einer Gesamtauflage von über 250 Millionen Exemplaren ist Jason Dark der meistgelesene deutschsprachige Autor.

Geboren wurde Jason Dark unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd 1945 im Sauerland. Er erlernte auf Wunsch seiner Eltern den "anständigen" Beruf eines Chemotechnikers, aber seine Leidenschaft galt immer dem Schreiben. Mit über 2.000 Romanen und einer Gesamtauflage von über 250 Millionen Exemplaren ist Jason Dark der meistgelesene deutschsprachige Autor.

Akkon. Lateinisches Königreich Jerusalem
Während der Kreuzzüge


Blut. Hitze. Gestank! Menschenleiber auf den Straßen und Gassen. Manche zuckten noch oder waren verzweifelt, weil ihnen Körperglieder fehlten. Andere bewegten sich nicht mehr. Sie lagen einfach nur da. Oft gezeichnet von tiefen Wunden.

Eine Mischung aus Staub und Qualm waberte durch die Stadt. Überall brannte es. Zwischen den Feuern und dem Rauch versteckten sich die Menschen, um mit ihren Krummsäbeln und Äxten auf die Feinde zu schlagen.

Auf diejenigen, die aus dem Norden kamen, die lange Herrscher gewesen waren. Aber das war jetzt vorbei. Die Einheimischen hatten sich wieder gefangen. Ihre Anführer hatten sich die Befehle des Sultans angehört und auch deren Berater. Es waren schlaue Menschen, die sich in das Denken und Handeln der Kreuzfahrer hineingedacht hatten und entsprechende Maßnahmen in die Wege leiteten. Dabei konnten sie sich auf manche Trägheit oder Sattheit der Männer aus dem Norden verlassen. Es gab nicht wenige, die so taten, als würde das Land ihnen gehören. Aber da hatten sie sich geirrt. Die Muselmanen gaben nicht auf und fingen damit an, die Kreuzfahrer aus dem Norden zurückzuschlagen.

Sie waren schnell, wendig und auch aggressiv. Sie ließen nichts anbrennen, erwischten viele der Nordmänner in ihrer Trägheit und töteten sie.

Blut spritzte. So wie es bei den Angriffen der Kreuzfahrer unter den Muselmanen geflossen war, so waren es jetzt die Kreuzfahrer, die ihr Leben verloren.

Es blieb ihnen nur die Aufgabe und der damit verbundene Rückzug. Jerusalem war nicht mehr wichtig. Es zählte die Stadt Akkon, denn sie hatte einen Hafen, in dem die letzten Schiffe der Kreuzfahrer auf den Wellen schwammen und bereit waren, die Männer aufzunehmen, die es geschafft hatten, sich durchzuschlagen.

In Gruppen hatten sie es versucht. Das war nicht immer gelungen. Überfälle der Muselmanen hatten die Gruppen zerrissen und die Männer getötet. Nur wenige waren den Waffen der Angreifer entkommen.

Zu ihnen zählte ein Mann, der auf den Namen Godwin de Salier hörte. Er war Franzose, ein Templer und ein Kämpfer. Ihn hatte bisher noch keiner besiegen können. Leider war es seinem Pferd nicht so ergangen. Mehrere Schwerthiebe hatten es regelrecht zerhackt.

Aber Godwin gab nicht auf. Er musste eines der Schiffe erreichen, was normalerweise kein Problem für ihn war. Nicht aber in diesem Fall. Wenn er zum Hafen wollte, musste er sich den Weg freikämpfen.

Das tat er. In seinen Ohren hörte er das monotone Dröhnen der Kesselpauken. Es waren die Instrumente des Siegers. Und das Dröhnen kam immer näher, wurde lauter und peinigte die Ohren des kämpfenden Kreuzritters. Als sie ankamen, da hatten sie gemeinsam gekämpft. Jetzt war sich jeder selbst der Nächste. Man musste sich durchschlagen, wenn man sein Leben retten wollte.

Godwin de Salier gehörte zu den Männern, denen es noch gut ging. Er besaß sein Schwert und auch den Brustschutz. Ansonsten klebte der Staub auf ihm wie eine zweite Haut.

Er kannte den Weg zum Hafen, und er wollte eine Abkürzung nehmen, denn er rechnete damit, dass der Hauptweg kontrolliert wurde. Die Feinde waren schon verdammt weit in Richtung Hafen gekommen, das wusste der Templer auch.

Die Abkürzung bestand aus einer schmalen und krummen Gasse, deren Eingang kaum zu sehen war. Hinzu kam jetzt, dass der Qualm eines nahen Feuers ihn fast verschwinden ließ.

Nicht so für Godwin. Hinter sich hörte er die heiseren Schreie seiner beiden Verfolger, die ihm schon verdammt nahe gekommen waren. Einer hatte sich zwei Säbel geschnappt, der zweite Kerl war mit Pfeil und Bogen bewaffnet.

Rein in die Gasse oder weiterlaufen?

De Salier entschied sich für die Gasse. Drei Schritte lief er, dann drückte er sich in den schmalen Raum zwischen den Häusern und hatte das Gefühl, dass das Schlachtgewimmel weit hinter ihm zurückgeblieben war und nur noch gedämpft zu hören war.

Auch der Rauch wurde nicht so sehr in die Enge gedrückt, und der Templer konnte durchatmen. Allerdings nicht sehr lange, denn schon bald hörte er die schreienden Stimmen seiner Verfolger, die einfach nicht aufgeben wollten.

Ein Fluch huschte über die Lippen des Templers. Er musste jetzt gedankenschnell eine Entscheidung treffen. Entweder lief er weiter oder stellte sich seinen Verfolgern.

Er lief erst mal los. Einmal war er schon in dieser Gasse gewesen. Hatte sie aber nicht mehr so richtig in Erinnerung und wunderte sich doch, wie eng sie war und auch krumm.

In seinem Rücken hörte er das Lachen der beiden Verfolger. Jetzt war ihm klar, dass er sich zum Kampf stellen musste, denn sie würden ihn in wenigen Sekunden entdeckt haben.

Er lief trotzdem weiter und hörte eine zischende Stimme links von sich. Gesprochen wurde nicht, es war nur das Zischen zu hören, und Godwin sah jetzt auch, warum.

In einer Öffnung stand eine Frau, die nicht verschleiert war. Sie gab ihm durch eine Handbewegung zu verstehen, so schnell wie möglich in ihre Bleibe zu kommen.

Das tat der Templer auch. Er dachte nicht weiter nach. Für ihn war es wichtig, sich aus seiner Lage zu befreien. Und er dachte auch daran, dass es möglicherweise einen Hinterausgang gab, das war bei diesen verschachtelten Häusern nicht unüblich.

Er schlüpfte durch das Loch. Im nächsten Moment spürte er die kühle Handfläche an seiner Wange, drehte den Kopf und sah genau in das Gesicht der jungen Frau. Große, dunkle Augen, eine kleine Nase und ein etwas zu breiter Mund. Die Haare waren schwarz wie Kohle. Die Frau sprach kein Wort. Sie griff nur zu und zog den Templer tiefer hinein in ihr Haus.

Das Licht kleiner Öllampen sorgte dafür, dass Godwin sich orientieren konnte. Er sah auch eine sehr schmale Treppe, die sich nach oben wand. Konnte das ein Fluchtweg sein?

Er wusste es nicht und sah jetzt, dass ihn die Frau anlächelte, wieder anfasste und ihn mit sich zog … in einen engen Raum mit niedriger Decke, der alles andere als vertrauenswürdig wirkte.

»Da rein?«

Die Frau nickte. Sie hatte ihn offenbar verstanden.

Er schüttelte den Kopf.

Das gefiel der Dunkelhaarigen nicht. Sie griff zu und wollte, dass er sich drehte. »Es ist besser.«

»Nein!« Der Templer hatte sich blitzartig entschieden.

Die Frau schüttelte den Kopf, zischte ihm etwas zu und trat einen Schritt zurück. In ihren Augen schien ein Feuer zu brennen, was Godwin warnte. Plötzlich hatte er ein ganz mieses Gefühl. Er bereute es, das Haus betreten zu haben. Er dachte auch an seine beiden Verfolger, die noch nicht zu sehen waren.

Das sollte auch so bleiben. Er wollte weg, ging nach vorn und achtete nicht auf die schnelle Bewegung der Frau. Es war ihr Bein, dem er nicht mehr ausweichen konnte. Der Tritt traf seinen Unterleib und war hart genug, um den Templer zusammensacken zu lassen. Er torkelte und bekam einen zweiten Tritt mit.

Der erwischte ihn an der Brust und unter dem Kinn. Diesmal trieb es ihn auf den harten Lehmboden. Er hörte das Lachen der Frau und wusste, dass er in eine Falle gelaufen war. Das bestätigte sich auch in der nächsten Sekunde, denn am Eingang wurde es eng. Da erschienen seine beiden Verfolger. Sie lachten, sie waren bewaffnet, aber auch der Templer hielt sein Schwert fest. Nur bekam er es nicht mehr vom Boden hoch. Es war einfach zu schwer geworden.

Die Muselmanen wollten freie Bahn haben. Sie schleuderten die Frau so hart zur Seite, dass sie auf den Boden fiel, um sich dann um den Gefangenen zu kümmern.

Schwert und Pfeil sowie Bogen. Das war genau die richtige Mischung, um einen Kreuzfahrer in die Hölle zu schicken.

Noch taten sie nichts.

Sahen sich an.

Sprachen miteinander.

Ließen sich Zeit.

Lachten dann und hatten sich entschieden, denn der kleinere der beiden, der mit dem Glatzkopf, legte einen Pfeil auf die Sehne.

Die wurde gespannt. Dann senkte er den Bogen um eine Winzigkeit und zielte jetzt auf den Kopf.

Godwin de Salier wusste, dass er sich aus dieser Lage nicht mehr befreien konnte. Er würde das bekommen, was viele seiner Gefährten und Freunde schon erlitten hatten.

Den Tod im Heiligen Land.

Nicht mal ein Grab würde von dem Templer zurückbleiben. Es war schon ungewöhnlich, denn plötzlich konnte er darüber lachen, und einen Augenblick später trat etwas ein, das er ganz und gar nicht begriff.

Er bekam Hilfe!

*

Es war wie in einer unglaublichen Geschichte, die an irgendwelchen Lagerfeuern erzählt wurde. Plötzlich spritzte Blut, aber es war nicht Godwins Blut, das den Körper verließ. Es quoll wie eine kleine Fontäne aus dem Hals des Kriegers, der seinen Bogen nicht aus der Hand gelegt hatte. Der plötzliche Angriff riss ihn nach hinten. Dennoch ließ er die Sehne los und schickte den Pfeil auf die Reise.

Der traf nicht. Den Mann hatte es nach hinten gerissen, und so zitterte der Pfeil gegen die Decke.

Godwin de Salier hatte alles gesehen, aber nichts begriffen. Ihm war nicht mal klar, dass er es nur mit einem Gegner zu tun hatte. Der war nach wie vor bewaffnet, und er hätte den Templer auch angreifen müssen, doch das tat er nicht. Er starrte seinen Kollegen an, der neben ihm zusammengebrochen war und sich nicht mehr bewegte. Der brutale Griff hatte ihm den halben Hals weggerissen. Jetzt lag er in seinem Blut und rührte sich nicht mehr.

Bevor Godwin und der Muselman sich für etwas entscheiden konnten, war plötzlich der Schatten da. Etwas, das der Templer nicht fassen konnte, passierte und...

Erscheint lt. Verlag 28.9.2018
Reihe/Serie John Sinclair Romane
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 20. - 21. Jahrhundert • Bastei • Bill • blutig • CD • Clown • Dennis Ehrhardt • Download • England / Großbritannien • Geisterjäger • Gespensterkrimi • Gespenster-Krimis • Grusel • Gruselroman • Helmut Rellergerd • Hörbuch • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Hörspiel • James Bond • Jane • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Sonderedition • Splatter • Stephen King • Steven King • Suko • Zombies
ISBN-10 3-7325-6690-0 / 3732566900
ISBN-13 978-3-7325-6690-7 / 9783732566907
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