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Sicherer Alltag? (eBook)

Politiken und Mechanismen der Sicherheitskonstruktion im Alltag
eBook Download: PDF
2015 | 1. Aufl. 2016
VI, 304 Seiten
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (Verlag)
978-3-658-07268-1 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
42,99 inkl. MwSt
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Das vorliegende Buch nimmt Formen alltäglicher Routinen in den Blick, die meist nicht hinterfragt werden: Sie sind in sich evident und geben keinen Anlass zur Infragestellung. So betrachtet, ist der Alltag - zumindest subjektiv - ,sicher'. Er ist soziale Kontrolle, die vergessen wurde.

Neuere Sicherheitsdiskurse und -praktiken führen zu einer Erschütterung dieses Zusammenhangs. Ihre Legitimation beziehen sie aus außer-alltäglichen Ereignissen wie Terrorismus, dramatischer Gewalttätigkeit oder organisierter Kriminalität. Allerdings weisen sich die aktuellen Formen sozialer Kontrolle insbesondere durch einen Zugriff auf alltägliche Lebenszusammenhänge aus: Sie sind subtil ausgerichtet und überwachen Muster der Lebensführung auf unscheinbare Art und Weise. Durch diese besondere ,Kontrolle aus der Ferne' greifen sie in die Konstitution von Alltag ein.

Die Beiträge des Bandes greifen diese Zusammenhänge für unterschiedliche Bereiche des Alltags auf.



Dr. Bernd Dollinger ist Professor im Department Erziehungswissenschaft - Psychologie an der Universität Siegen.

Dr. Henning Schmidt-Semisch ist Professor im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bremen.

Dr. Bernd Dollinger ist Professor im Department Erziehungswissenschaft – Psychologie an der Universität Siegen. Dr. Henning Schmidt-Semisch ist Professor im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bremen.

Inhalt 5
Sicherheit und Alltag: Einführende Zugänge 7
1 Sicherheit im und als Alltag 7
2 Sicherheitsprobleme 9
2.1 Diagnose „Securitization“ 9
2.2 Alltag, von der Katastrophe aus gedacht 11
2.3 Fragen 14
3 Sicherheit und Alltag als wechselseitiges Konstitutionsverhältnis 21
4 Die Beiträge des Bandes 24
Literatur 29
I Alltägliche Konstruktionen von Sicherheit und Kriminalität 33
Sicherheit und gute Policey im frühneuzeitlichen Alten Reich Konzepte, Gesetze und Instrumente 34
1 Policey und Sicherheit: Begriff e und Konzepte 34
2 Sicherheit in der Policeygesetzgebung des 16. und 17. Jahrhunderts 39
3 Die Differenzierung von innerer und sozialer Sicherheit im 18. Jahrhundert 44
4 Schluss: Die Erzeugung von Sicherheit durch Verwaltung und Kommunikation 51
Literatur 55
Sicherheit als politische Narration: Risiko-Kommunikation und die Herstellung von Un-/Sicherheit 61
1 Narrative der Sicherheit und Grammatiken des Risikos 62
1.1 Sicherheitsnarrative 62
1.2 Risiko-Formationen 64
2 Sicherheitsgeschichten 68
3 Fazit 79
Literatur 80
Die alltägliche Rede über Kriminalität 85
1 Die Alltagsperspektive auf das Reden über Kriminalität 87
2 Kriminalitätsgeschichten als narrative Bearbeitung der Diskrepanz von Alltagserfahrung und Medienwelt 89
3 Kriminalitätsgeschichten aus der Opferperspektive 92
4 Praktiken der Gewinnung von Sicherheit und der gesellschaftlichen Selbstpositionierung 95
5 Alltagsressourcen zur Abwehr einer Politik der Angst 97
Literatur 98
„One Hell of a Big Story“: Zur Narrativität der Sicherheitsgesellschaft 101
1 Global Security und alltägliche Angst 101
2 Die kommunikative Grenzzone der Community 105
3 Ambivalentes Erzählen 109
4 Das Baby auf dem Rücksitz 113
5 Tod im Pub-Garten 117
6 Angst, Ausschluss und die Entmythologisierung aus der Erfahrung 121
Literatur 123
II Felder der Ko-Konstitution von Sicherheit und Alltag 125
II A. Öffentliche Räume 126
Der Alltag der Anderen: Racial Profiling in Deutschland? 128
1 Das Alltagsleben, das Urbane und die Polizei 129
2 (Deutsche) Nation, Rassismus und das (sichtbare) Andere 132
3 Racial Profiling und/oder institutioneller Rassismus 135
4 Institutioneller Rassismus im deutschen Polizeirecht 138
4.1 Schutz der Grenzen – überall 138
4.2 Gefahrengebiete in der Stadt 143
5 Ausblick: Was wir alles nicht wissen über den Alltag der Anderen 145
Literatur 146
Ländliche und kleinstädtische Sicherheitsmentalitäten 150
1 Einleitung: Stadt-Land-Dualismus und kriminologisches Brachland 150
2 Forschung zu ländlichen und kleinstädtischen Sicherheitsmentalitäten 154
3 Vor der Klammer: Deutungen von Räumen und Orten 156
4 „Kriminalität ereignet sich woanders“ – Sicherheitsdeutungen und -praktiken 157
5 „Jeder achtet auf den anderen“ – Konformitätsdruck und Gemeinschaftsbezug 161
6 Kontrolldichte, informelle Kontrolle und rurales Polizieren 163
7 Mythos ‚Ländlichkeit‘ und ‚Doing Rurality‘ 166
8 Fazit: Grenzen der ‚heilen ländlichen Welt‘ 169
Literatur 171
Der „sichere“ Spielplatz 175
1 Spielplätze im Kontext der Sicherheitsgesellschaft 177
2 Die ethnografisch untersuchten Spielplätze und der Zugang ins Feld 180
3 Zur Allgegenwärtigkeit von Bedrohungen auf dem Spielplatz 182
4 Zur Exklusion durch die Überwachung der Einhaltung von Regeln 188
5 Versicherheitlichung durch Bürgerwehr 189
6 Schluss 192
Literatur 192
II B. Arbeitsplatz, Ausbildung und Zuhause 194
Schule und neue Kontroll-Kultur 196
1 Schule als Kerninstitution des Nationalstaats 197
2 Schule und ihre überkommene Kontroll-Kultur 198
3 Schule im Zeitalter von Globalisierung 202
4 Das Feld schulischer Sicherheit und Kontrolle im Kontext der Globalisierung 204
5 Wie weiter? 205
6 Neue schulische Kontroll-Kultur 211
Literatur 213
Die Alltäglichkeit des Testens: Drogenkonsumkontrollen im Kontext von Arbeit und Ausbildung 215
1 Drogentests im privatwirtschaftlichen Kontext 217
2 Drogenkontrollen bei den Agenturen für Arbeit 221
3 Drogentestpraktiken in Schule und Ausbildung 224
4 Widerstandspraktiken und der Kontrollkreislauf des doppelten Misstrauens 229
5 Resümee 232
Literatur 234
Kindeswohl: Zur Ambivalenzeines Konzeptes 237
1 Was es zu sichern gilt und wer im Konfl ikt darüber entscheidet. Zur Einleitung 237
2 Kindeswohl und Vulnerabilität. Ethische Anfragen 240
3 Vulnerabilität und Kindeswohl. Eine kindheitstheoretische Verortung 244
4 Wohlbefinden und Kindeswohl – Unterschiedliche Anfragen an Sicherheit 246
5 Kindeswohl und Wohlbefinden im reflexiven Modus 249
Literatur 250
II C. Der kontrollierte Körper 252
Der Auftritt der E-Patienten oder: Die digitale Revolution des Gesundheitssystems 254
1 Die netzaffinen und kommunikativen ePatients 255
2 Die elektronische Verwaltung der ePatients 258
3 Die (sozialen) Räume der ePatients 262
4 Health data analytics, blue button und Pharma 3.0 264
5 Körperhandeln zwischen Risiko, Verantwortung und Sicherheitsversprechen 266
Literatur 267
Broken Windows in Framingham 271
1 Einleitung 271
2 Prävention von Kriminalität und Krankheit – die Bevölkerungsebene 273
3 Prävention von Kriminalität und Krankheit 2.0 – Individualisierung und Responsibilisierung 275
4 Fazit 279
Literatur 281
Vermesse Dich selbst! Zahlen als Selbstvergewisserung des privaten Lebens 283
1 Messen und Vergleichen 283
2 Grenzwerte als externe Zielvorgaben 285
3 quantified self: Zielvereinbarungen mit sich selbst 289
4 Selbstregierung im Medium der Zahlen 296
Literatur 299
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren 301

Erscheint lt. Verlag 7.10.2015
Zusatzinfo VI, 304 S. 4 Abb. in Farbe.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Pädagogik Sozialpädagogik
Schlagworte Gesellschaft • Kriminalität • Normalität • Soziale Arbeit • Überwachung
ISBN-10 3-658-07268-7 / 3658072687
ISBN-13 978-3-658-07268-1 / 9783658072681
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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