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Die Glückskeks-Bande, Band 02 (eBook)

Ein Löffelchen voller Geheimnisse

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Auflage
192 Seiten
Egmont SchneiderBuch (Verlag)
978-3-505-13561-3 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
8,99 inkl. MwSt
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Die Zimt-und-Zucker-Bäckerei von Hannahs Mutter ist in der Nachbarschaft inzwischen zum Geheimtipp geworden, und die Stammkunden geben sich die Klinke in die Hand. Endlich kann Hannahs Familie aufatmen, ihr Laden ist ein voller Erfolg. Und in Mia scheint Hannah eine Freundin fürs Leben gefunden zu haben, mit der sie nicht nur die Leidenschaft fürs Backen und für Cupcakes teilt. Die beiden sind einfach füreinander bestimmt, ein unschlagbares Team - zwei wie Zimt und Zucker eben. Doch auf einmal benimmt Mia sich ganz merkwürdig und zieht sich immer mehr zurück. Was ist nur los mit ihr? Hannah setzt alles daran, der Sache auf den Grund zu gehen. Auf keinen Fall will sie ihre beste Freundin verlieren ...



Sternenschweif-Bestsellerautorin Linda Chapman hat bereits einige erfolgreiche Kinderbuch-Reihen geschrieben. Die Glückskeks-Bande ist ihr neuestes Werk und besticht durch den gewohnten warmherzigen Ton und die hinreißenden Charaktere. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Leicestershire.

Sternenschweif-Bestsellerautorin Linda Chapman hat bereits einige erfolgreiche Kinderbuch-Reihen geschrieben. Die Glückskeks-Bande ist ihr neuestes Werk und besticht durch den gewohnten warmherzigen Ton und die hinreißenden Charaktere. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Leicestershire.

2


„Morgen geht ihr also in den Back-Klub?“, fragte Mama, während sie eine Backform aus dem Schrank holte und ich Butter und Mehl, Salz und Puderzucker miteinander verknetete, um daraus einen süßen Mürbeteig zu machen. Als Nachtisch fürs Abendessen sollte es einen Apfel-Zimt-Kuchen geben. In der ersten Woche nach der Eröffnung der Bäckerei war Mama immer zu müde gewesen, um auch noch zu Hause zu backen. Aber am vergangenen Wochenende verkündete sie, dass sie sich fortan mehr Zeit nehmen wollte. Für mich war das eine große Erleichterung – ich liebe es, mit Mama zu backen!

„Kennt ihr denn schon jemanden, der auch dorthin geht?“

„Nein.“ Allmählich verwandelten sich das Mehl und die Butter zwischen meinen Fingern zu Streuseln. „Mia ist früher nie dort gewesen, weil sie nicht allein gehen wollte, und Misha, Alice und Lara finden so etwas langweilig.“

Mama warf mir einen flüchtigen Seitenblick zu. Auf ihrer Wange prangte ein Mehlfleck. Ihr blondes Haar – es hat die gleiche Farbe wie meins – hatte sie zu einem unordentlichen Knoten zusammengesteckt. „Aber ihr wollt trotzdem hin?“

„Natürlich!“ Ich weiß, manchen Leuten fällt es schwer, Dinge zu tun, für die andere sie auslachen. Mir nicht. Und ich war immer der Ansicht, dass Freunde erst dann auch wirklich Freunde sind, wenn sie einen mit allen Eigenarten mögen.

Mama warf mir ein Küsschen zu. „Du bist spitze! Tu, was immer du für richtig hältst, und nicht, was andere von dir erwarten. Ich hätte die Bäckerei niemals eröffnet, wenn ich auf all diejenigen gehört hätte, die meinten, ich wäre ja verrückt. Du und Mark, ihr wart die Einzigen, die an mich geglaubt haben.“

Mark ist mein Stiefvater. Mama und mein leiblicher Vater haben sich getrennt, als ich zwei war, und mein Vater ist nach Amerika ausgewandert. Seit über einem Jahr habe ich ihn nicht mehr getroffen. Manchmal skypen wir, und natürlich denkt er an meinen Geburtstag und erinnert sich an wichtige Ereignisse. Aber Mark ist nun mal derjenige, der jetzt immer da ist. Ich mag ihn. Er ist wie ein frisch gebackenes Vollkornbrot: kräftig, solide und wohltuend.

Er und Mama haben vor ein paar Wochen geheiratet, und dann sind wir alle zusammengezogen: ich, Mama, Mark sowie Molly und Ella, Marks vierjährige Zwillingstöchter. Es ist schon merkwürdig, plötzlich kleine Schwestern zu haben, nachdem Mama und ich so lang allein gelebt haben. Doch allmählich gewöhne ich mich daran. Die beiden können wirklich süß sein, aber ich wünschte mir sehr, sie würden nicht jeden Tag um sechs Uhr morgens zu mir ins Bett springen!

Mama fügte ein paar aufgeschlagene Eier zu meiner Butter-Mehl-Mischung hinzu, arbeitete sie ganz vorsichtig mit einem Messer ein und formte daraus dann mit beiden Händen eine Kugel, die sie anschließend platt drückte. Dann stäubte sie ein wenig Mehl darüber, wickelte das Ganze in Frischhaltefolie und legte es zum Ruhen in den Kühlschrank.

Meine tipps für Mürbeteig:

  1. 1.Puderzucker statt Kristallzucker ­verwenden.
  2. 2.Die Hände kurz unter kaltes Wasser halten, damit sie kühl sind, wenn man die Butter mit dem Mehl und dem ­Puderzucker verknetet.
  3. 3.Den Teig so wenig wie möglich mit den Händen berühren. Ein kaltes Messer verwenden, um die Eier einzuarbeiten, dann alles zu einer Kugel formen.
  4. 4.Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 20 Minuten in den Kühlschrank legen, ehe er ausgerollt wird.

Süßes Gebäck herzustellen, finde ich einfach toll. Kuchen und Teilchen zu backen, gehört zu meinen Lieb­lings­-beschäftigungen.

„Ist es nicht komisch, dass so viele verschiedene Gebäcksorten aus ein und denselben Zutaten hergestellt werden, aber am Ende kommen ganz unterschiedliche Dinge dabei heraus?“, sagte ich zu Mama. „Ich meine, Mürbeteig und Brandteig bestehen fast aus den gleichen Zutaten, aber wenn sie gebacken werden, ist das Ergebnis komplett verschieden. Blätterteig besteht ebenfalls aus den gleichen Zutaten, sieht aber am Ende auch ganz anders aus.“

„Ein Teig ist eben etwas Magisches“, bestätigte Mama. „Und was am besten ist: Für jedes Backwerk gibt es den perfekten Teig. Ein Obstkuchen beispielsweise würde mit Brandteig nicht funktionieren, und aus Mürbeteig lassen sich keine Profiteroles herstellen.“

„Weißt du, was ich wirklich gern lernen würde zu backen?“, sagte ich. „Plunderteilchen.“

„Wir haben doch schon Plunder gebacken?“, wunderte sich Mama.

„Ich weiß, aber da hattest du immer schon im Vorfeld den Teig zubereitet. Ich wüsste gern von Anfang an, wie das geht.“

„Na, das sollte doch zu machen sein“, antwortete Mama. „Der Teig muss zwar ziemlich lang gehen, aber wir könnten ihn am Samstagabend vorbereiten. Ich muss am Sonntagmorgen ohnehin in die Bäckerei, um eine Hochzeitstorte fertig zu machen, und anschließend könnten wir Plunderteilchen backen.“

„Das wäre spitze!“, rief ich. „Darf Mia auch mitmachen?“

„Natürlich. Aber erst einmal …“ Sie sah zu der Kuchenfüllung hinüber, die auf dem Herd stand und auskühlte. „Erst einmal machen wir diesen Kuchen hier fertig.“

Wir rollten den Teig aus und betteten ihn in die Kuchenform, pinselten ein bisschen Eiweiß über den Boden und bestäubten ihn mit Weizengrieß, damit er von der flüssigen Füllung beim Backen nicht durchweichen würde.

„War denn heute wieder viel los in der Bäckerei?“, fragte ich, während Mama die Füllung über den Teigboden löffelte.

„Und wie!“ Sie klang richtig fröhlich. „Das Brot war ausverkauft und die Frühstücksteilchen ebenfalls. Wenn Dylan erst mal anfängt, wird er davon tagsüber regelmäßig Nachschub machen müssen. Scheinbar haben wir uns inzwischen herumgesprochen.“

Ich war wirklich erleichtert. Als Mama die Bäckerei gerade erst neu eröffnet hatte, war es dort sehr, sehr ruhig gewesen, und in der ersten Woche hatten wir uns große Sorgen gemacht, dass wir die Sache in den Sand setzen würden. Dann war ich auf die Idee gekommen, Probierhäppchen auf dem örtlichen Bauernmarkt zu ver-
teilen. Und wir bestückten einen Kuchenstand bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung, bei der für Paulas schwer kranken Neffen Tom Geld gesammelt wurde, um die dringend nötige Operation in Amerika zu finanzieren. Seither sind täglich mehr Kunden zu Mama in die Bäckerei gekommen.

„Jetzt wünsche ich mir nur noch mehr Bestellungen von Geburtstagstorten und Kuchen für andere besondere Anlässe“, sagte Mama. „Die machen am meisten Spaß.“

Mamas besondere Kuchen sind einfach spitze. Mit viel Begeisterung dekoriert sie sie und kriegt es immer perfekt hin, sodass jeder Kuchen wirklich einzigartig und speziell aussieht.

„Gestern war Sarah da, um einen Kuchen zu bestellen – du weißt schon, die Frau, die immer mit ihrem Sohn in die Bäckerei kommt. Er spielt Tennis.“

Natürlich wusste ich, wen sie meinte. Die beiden kamen verhältnismäßig häufig in der Bäckerei vorbei, entweder vor oder nach dem Tennistraining. Ich mochte den Jungen nicht besonders. Ich schätzte ihn auf elf oder zwölf Jahre, und er hatte einfach immer schlechte Laune. Ein paarmal hatte ich Hallo zu ihm gesagt, aber er hatte mich jedes Mal vollkommen ignoriert. Er machte einen richtig unhöflichen Eindruck.

„Heißt er nicht George?“

„Richtig – George King. Anscheinend hat er gerade irgendein wichtiges Nachwuchs-Tennisturnier gewonnen, und Sarah braucht einen Kuchen für die Feier am Samstag. Ich habe noch nie einen Tenniskuchen gebacken!“

Ein neuer Kuchen! Wie aufregend! „Du könntest ihn wie einen Tennisschläger formen. Oder wie einen Tennisball! Oder wie einen Tennisplatz mit Netz und einem Tennisspieler, der einen Pokal in der Hand hält! Oder einen mehrstöckigen Kuchen mit Tennisbällen obendrauf!“

Mama dachte kurz darüber nach. „Die Idee mit dem Tennisplatz gefällt mir. Und der Tennisspieler könnte so aussehen wie George. Mal sehen, was seine Mutter morgen dazu sagt. Ich habe ihr versprochen, bis dahin ein paar Entwürfe auszuarbeiten. Sie ist wirklich sympathisch. George geht aber nicht in dieselbe Schule wie du, oder?“

Ich schüttelte den Kopf. Wann immer er während der Ferien in die Bäckerei gekommen war, hatte er seine Tennissachen angehabt. Doch in den letzten Tagen hatte er die blau-goldene Schuluniform der Ashingham-Schule getragen, einer Privatschule für Jungen, die ein paar Kilometer weit entfernt lag.

„Wahrscheinlich sollte ich den Kuchen schon am Freitagabend vorbereiten. Magst du mir dabei helfen?“, fragte Mama.

„Oh ja, gerne!“ Mir war jede Gelegenheit recht, um gemeinsam mit Mama zu backen.

Wir machten den Kuchen fürs Abendessen fertig und dekorierten ihn zum Schluss noch mit ein paar Äpfelchen, die wir aus dem übrig gebliebenen Teig geformt hatten.

„Geschafft!“, sagte Mama und schob ihn in den Ofen.

Und zwar gerade noch rechtzeitig. Im selben Moment hörten wir, wie ein Schlüssel in der Haustür umgedreht wurde, dann Stimmen aus dem Flur. Mark und die Zwillinge waren heimgekommen....

Erscheint lt. Verlag 2.7.2015
Illustrationen Kate Hindley
Übersetzer Leena Flegler
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur
Kinder- / Jugendbuch Kinderbücher bis 11 Jahre
Schlagworte Beste Freundin • Cathy Cassidy • Chocolate Box Girls • Cupcake • Glücksbäckerei • Glückskekse • Kathryn Littlewood • Kinderbuch • Linda Chapman • Mädchen • Patchwork Familie
ISBN-10 3-505-13561-5 / 3505135615
ISBN-13 978-3-505-13561-3 / 9783505135613
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