Wissensgesellschaft und soziale Ungleichheit (eBook)
XIV, 262 Seiten
VS Verlag für Sozialwissenschaften
978-3-531-91797-9 (ISBN)
Daniela Rohrbach ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsdatenzentrum im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn.
Daniela Rohrbach ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsdatenzentrum im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn.
Inhalt 6
Teil I Fragestellung und Aufbau der Arbeit 14
1 Fragestellung 15
2 Aufbau der Arbeit 21
Teil II Forschungsstand und Hypothesen 23
3 Wissensgesellschaft: Begri.sbestimmung und Messkonzept 24
4 Soziale Ungleichheit in der Wissensgesellschaft 57
5 Zusammenfassung und Hypothesen 102
Teil III Daten, Operationalisierung und Methoden 105
6 Daten 106
7 Operationalisierung der zentralen Variablen 112
8 Methoden 132
Teil IV Ergebnisse 140
9 Die Entwicklung der Wissensgesellschaft in 19 OECD Ländern von 1970 bis 2002 141
10 Wissensgesellschaft und Bildungserträge in 18 OECD Ländern von 1985 bis 2002 167
11 Wissensgesellschaft und Einkommensungleichheit in 19 OECD Ländern von 1970 bis 1999 186
Teil V Zusammenfassung und Diskussion 199
12 Zusammenfassung 200
13 Diskussion 210
Literaturverzeichnis 213
A Zusätzliche Abbildungen und Tabellen 245
B Länderinformationen Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungsdaten 260
9 Die Entwicklung der Wissensgesellschaft in 19 OECD Ländern von 1970 bis 2002 (S. 149-150)
In Kapitel 3 war diskutiert worden, dass der eigentümliche Unterschied zwischen fortgeschrittenen Industriegesellschaften und Wissensgesellschaften Wissen als zentrale Produktivkraft ist. Insofern als dass Wissen eine zentrale Stellung im Produktionsprozess im Hinblick auf die Wertschöpfung der individuellen, organisationellen und technischen Ressourcen einnimmt, schlägt sich dies in einer Difusion der Informations- und Kommunikationsmedien, einer fortdauernden Bildungsexpansion und der Entstehung einer Wissensökonomie nieder. In Abschnitt 3.3 war dann argumentiert worden, dass der Wandel der wirtschaftlichen Aktivitäten als zentraler Indikator für die Entwicklung der Wissensgesellschaft herangezogen werden soll.
Dies war vor allem damit begründet worden, dass die industrielle Beschäftigung und Wertschöpfung im Zentrum der Sozialstruktur steht und somit eine zentrale Bedeutung für das Stratikationssystem der Gesellschaft hat. In Anlehnung an Deutsch (1984) konnte die Wissensgesellschaft definiert werden als eine Gesellschaft, in der der Wissenssektor den größten Anteil an der Gesamtwirtschaft einnimmt. Die Betrachtung der wirtschaftswissenschaftlichen, soziologischen und politisch-institutionellen Arbeiten zu den die Wissensgesellschaft auszeichnenden wirtschaftlichen Aktivitäten führte unter Zuhilfenahme von informationswissenschaftlichen Überlegungen (Stock 2000, Spinner 1998) zu einem heuristischen Modell der Wissensarbeitsteilung. Darauf aufbauend konnte der Wissenssektor definiert werden als das Aggregat der Industrien, deren hauptsächliche ökonomische Funktion es ist, die Güter und Dienstleistungen im Wertschöpfungsprozess des Wissens herzustellen.
Der Wissensektor setzt sich dann aus den Funktionsgruppen Wissensproduktion, Wissensinfrastruktur, Wissensmanagement und Wissensverbreitung zusammen. In Abschnitt 3.4 war schließlich die Annahme formuliert worden, dass sich die modernen Volkswirtschaften dadurch auszeichnen, dass in ihnen der Beschäftigungs- und Wertschöpfungsanteil des Wissenssektors an der Gesamtwirtschaft seit den 1970er Jahren kontinuierlich zunimmt (Wachstumshypothese). Zweitens waren Überlegungen zur Entwicklung seiner hauptsächlichen Charakteristiken, d.h. der einzelnen Funktionsgruppen im Zeit- und Ländervergleich angestellt worden (Difierenzierungshypothese, Hypothese differenzierten Wachstums). Im folgenden Abschnitt 9.1 wird zunächst die Entwicklung des Wissenssektors insgesamt bzw. der übrigen drei Sektoren ländervergleichend dargestellt.
Es wird untersucht, inwieweit die Wachstumshypothese anhand der Daten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechungen (VGR) der Länder nicht widerlegt werden kann und inwieweit sich im Hinblick auf die sektorale Entwicklung systematische Länderunterschiede erkennen lassen. Im Anschluss daran wird im Abschnitt 9.2 die interne Entwicklung des Wissenssektors, d.h. die Entwicklung der einzelnen Funktionsgruppen in Augenschein genommen. Hier gilt es zu klären, ob die Überlegungen zu einer differentiellen Bedeutung und Entwicklung der Subsektoren zutreffend sind. 9.1 Sektorale Entwicklung
9.1.1 Beschäftigung und Bruttowertschöpfung im Wissenssektor
Die unten stehenden Abbildungen zeigen den Anteil der Beschäftigten (Abbildung 9.1, siehe S. 151) bzw. den Anteil der Bruttowertschöpfung (Abbildung 9.2, siehe S. 154) im Wissenssektor jeweils an der Gesamtwirtschaft zwischen 1970 und 2002 separat für die Länder und im Länderdurchschnitt (fettgedruckte Regressionslinie). Tabellen 9.1 und 9.2 (siehe S. 152 und S. 155) zeigen die vorhergesagten Prozentanteile an der Gesamtwirtschaft für 1989 und 1999 und die mittleren jährlichen Änderungen in Prozent. für die Entwicklung desWissenssektors im Hinblick auf beide Zielvariablen ein eindeutiges Bild: Es ist offensichtlich, dass der Anteil des Wissenssektors an der Gesamtwirtschaft in allen untersuchten Ländern im Zeitverlauf zunimmt.
Erscheint lt. Verlag | 11.1.2009 |
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Zusatzinfo | XIV, 262 S. |
Verlagsort | Wiesbaden |
Sprache | deutsch |
Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung |
Sozialwissenschaften ► Soziologie | |
Schlagworte | Bildung • Einkommen • Gesellschaft • Soziale Ungleichheit • Sozialstruktur • Soziologie • Ungleichheit • Wissensgesellschaft |
ISBN-10 | 3-531-91797-8 / 3531917978 |
ISBN-13 | 978-3-531-91797-9 / 9783531917979 |
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