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Vorwort des Herausgebers



Das Handbuch der Geschichte Europas (HGE) zeigt die historischen Voraussetzungen des modernen Europa. Es ermöglicht die kritische Auseinandersetzung mit Europa durch den Nachweis geschichtlicher Kontinuitäten und Brüche und dient damit dem Verständnis der europäischen Integration.

Das Handbuch der Geschichte Europas (HGE) umfasst 10 Bände in chronologischer Abfolge. Es behandelt jedes europäische Land gesondert sowie Europa als kulturelle Einheit insgesamt und ist in dieser Konzeption neu.

Das Handbuch der Geschichte Europas (HGE) vermittelt in kompakter Form gesichertes historisches Wissen auf dem neuesten Forschungsstand. Für jeden Band trägt ein Autor die Verantwortung. Alle Bände folgen einer einheitlichen Gliederung. In einem einleitenden Kapitel über den Charakter der Epoche bringt der Autor seine eigene Interpretation zur Darstellung. Das Länderkapitel behandelt jedes europäische Land entsprechend seiner Bedeutung für die Epoche. Im Sachbereichskapitel werden die europäischen Gemeinsamkeiten herausgearbeitet, systematisiert nach Verfassung und Recht, Politik und internationalen Beziehungen, Gesellschaft und Wirtschaft sowie Kultur und Religion. Ein Schlusskapitel erörtert Forschungsstand, Forschungskontroversen und Forschungsperspektiven, wobei die nationalen historiographischen Traditionen angemessen berücksichtigt werden. Gelegentliche Modifikationen des Schemas sind sachbezogen. Ein umfassendes Verzeichnis der Literatur schließt jeden Band ab.


Bern, im Frühjahr 2002 Peter Blickle





Vorwort des Verfassers



Europa ist ein Chronotop, die Zeit ist seine vierte Dimension.
Karlheinz Stierle1


Das vorliegende Buch soll, dem Charakter der Reihe entsprechend, ein Arbeitsbuch sein. Dabei unterscheidet es sich aber von den anderen Bänden in verschiedener Hinsicht. Zum einen muss es weitaus knapper und elementarer gehalten sein als diese, denn es umfasst eine genauso lange Zeitspanne wie die anderen neun Bände zusammen2 - daher wird es vorwiegend Elementar- und Übersichtscharakter haben müssen. Weiter passt die Struktur der übrigen Bände nach einzelnen Ländern nicht auf die Antike, in der es Länder in diesem Sinne nicht gegeben hat. Ebenso ist manches, was in strengem Sinne unter "Sachbereiche" fallen müsste, schon im Länderteil behandelt, weil eine scharfe Trennung nicht immer möglich war und bestimmte Phänomene schon dort mit einer gewissen Tiefenschärfe erklärt werden mussten; auch sonst waren Überschneidungen wegen der Komplexität des Stoffes nicht zu vermeiden. Schließlich liegt es am elementaren Charakter des Buches, dass die Offenheit der Geschichte, die jeder Geschichtsbetrachtung zugrunde liegen sollte, seltener als ich gewünscht hätte zum Ausdruck kommen konnte.3

Noch ein Wort zu den Anmerkungen. Wegen des häufig nur summarischen Charakters dessen, was geboten werden kann, wäre es absurd, alle Aussagen mit Anmerkungen zu belegen, die dann uferlos werden müssten. Das meiste ist aus dem einigermaßen detaillierten Literaturverzeichnis und dem Register zu entnehmen, so dass in den Anmerkungen vor allem der berichtenden Teile nur Einzelbemerkungen stehen, einschließlich einiger durchaus punktueller und persönlicher Bemerkungen, die aber hoffentlich zur Verlebendigung beitragen - der Autor auch eines solch eher elementaren Buches ist keine Registriermaschine dessen, was jeweils publiziert worden ist, sondern erlaubt sich gelegentliche Gewichtungen und Vorlieben. Demgemäß konnte und sollte auch die Bibliographie natürlich nicht im Entferntesten vollständig sein. Wenn trotzdem der Eindruck entstehen sollte, dass ich mich selbst unverhältnismäßig oft nenne, dann geschah das weniger aus allzu großer Selbstgefälligkeit, sondern um darauf hinzuweisen, dass ich mich mit dem jeweiligen Gegenstand beschäftigt habe und nicht aus zweiter Hand berichte, was allerdings in vielen Fällen leider nicht zu vermeiden ist. Für Hinweise auf Versehen bin ich dankbar.

All diese Einschränkungen mindern nicht meine Dankbarkeit gegenüber Herausgeber und Verlag, die mir diese jedenfalls für mich selber lohnende Aufgabe anvertraut haben; ebenso danke ich Caroline Schnyder für ihre akkurate Lektoratsarbeit. Meine Dankbarkeit insbesondere Peter Blickle gegenüber ist umso größer, als er an mir, der ich ungewöhnlich säumig war - sein musste -, übermenschliche Geduld bewiesen hat.


Konstanz, im Frühjahr 2004 Wolfgang Schuller




1K. STIERLE, Klassizismus, 93.
2Gerechterweise muss dieser Vergleich freilich insoweit eingeschränkt werden, als wir über die Antike alles in allem weniger wissen als über die folgenden 1500 Jahre insgesamt, wenngleich es doch einzelne Epochen gibt, über die wir aus der Antike besser unterrichtet sind.
3Nach meiner Kenntnis wird sie besonders eindrucksvoll in Lothar GALLS Bismarck-Buch deutlich: Bismarck. Der weiße Revolutionär, Berlin 1980.