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Vorwort Auch im Zeitalter der Globalisierung und der Informationsverwaltung muss ein Mindestmaß an chemischen Grundkenntnissen zum Verständnis von Stoffeigenschaften und Stoffwandlungsprozessen vorausgesetzt werden. Dabei wird das massive Vordringen von Informations- und Kommunikationstechnik für das gegenwärtige und zukünftige Bildungswesen auch auf diesem Gebiet zu einer großen Herausforderung. Im Rahmen dieses Buches wird das Wissen um prinzipielle chemische Zusammenhänge den stofflich orientierten Kapiteln vorangestellt, deren Inhalt man sich bei Bedarf - vor allem zum Verständnis bestimmter chemischer und technologischer Problemstellungen - aneignen kann. Ob Materialwissenschaften, Werkstoff- bzw. Umwelttechnik oder Nano- und Biotechnologie, keine dieser Fachdisziplinen kommt ohne solide chemische Grundkenntnisse aus. Viele Nichtfachleute fürchten heute - teilweise unberechtigt - aufgrund des fehlenden chemischen Sachverstandes vermeintliche Risiken durch Chemikalien in Lebensmitteln, im Wasser, im häuslichen Umfeld und global in unserer Umwelt. Chemiker und Ingenieure mit entsprechender Spezialisierung sollten durch objektive und fundierte Urteile diesem Trend entgegenwirken können. Dazu wurde auch das vorliegende Lehrbuch, welches schon über viele Jahre besonders die Ausbildung von Ingenieuren im Nebenfach an Fachhochschulen begleitet, von einem kleinen Autorenkollektiv in Form der vorliegenden 8. Auflage sowohl in seiner äußeren Gestaltung als auch in ausgewählten Kapiteln inhaltlich überarbeitet. In einer Zeit, in der vergleichbare Abiturkenntnisse nicht mehr vorausgesetzt werden können und damit Studenten ein Ingenieurstudium mit sehr unterschiedlichen (teilweise auch mangelhaften!) naturwissenschaftlichen Vorkenntnissen aufnehmen, soll das vorliegende Buch bei der Aneignung eines soliden Grundlagenwissens im Fach Chemie für verschiedene Ingenieurdisziplinen behilflich sein. Leider sind es nämlich fehlende Grundbegriffe, die den angehenden Ingenieuren das Verständnis chemischer Problemstellungen der Praxis erschweren. Ausgehend von den Gesetzmäßigkeiten der allgemeinen Chemie werden die Arten der chemischen Bindung und darauf aufbauend die hauptsächlichen Reaktionstypen der anorganischen und organischen Chemie behandelt. Hierdurch bleibt der Charakter eines Lehrbuches erhalten, welches versucht, einen Überblick über die gesamte Chemie zu geben. Auf folgende ingenieurtechnisch interessante Teilabschnitte des Buches sei besonders hingewiesen:
Wo es sich anbietet, werden Bezüge zu den aktuellen Umweltproblemen unserer Zeit hergestellt. Trotzdem kann dieses Lehrbuch nicht alle stoffbezogenen Belange im umfangreichen Fächerspektrum der Chemie erfüllen. Es sollte aber leichter möglich sein, auf der Grundlage einer ausführlich behandelten allgemeinen Chemie notwendige Erweiterungen unter Nutzung zusätzlicher Quellen fachrichtungsbezogen und anwendungsorientiert vorzunehmen. Dieses Lehrbuch ist sowohl zum Selbststudium - verknüpft mit kapitelbezogenen Aufgaben und Lösungen - als auch zur Vertiefung ausgewählter Lehrinhalte in der Fachdisziplin Chemie geeignet. Da es die allgemeine Chemie in praxisrelevanter Form darstellt, wird es besonders für die Ausbildung von Ingenieuren im Lehrgebiet Chemie - auch im Nebenfach - an Fachhochschulen empfohlen. In der vorliegenden 8. Auflage des Lehrbuches werden konsequent die SI-Einheiten verwendet und die Elemente und Verbindungen weitgehend nach der IUPAC-Nomenklatur bezeichnet. Die in diesem Lehrbuch der Chemie gegebenen Gefahrstoffhinweise können selbstverständlich nicht eine zusätzliche Information seiner Benutzer über jene Gefahrstoffe ersetzen, mit denen man in der Praxis eines Ingenieurs umzugehen hat. Es wird dafür auf die einschlägige Literatur verwiesen. Das vorliegende Lehrbuch wird trotz aller Sorgfalt bei der Überarbeitung nicht frei von Fehlern sein. Hinweise, Anregungen und Kritik werden von den Autoren jederzeit entgegengenommen und bei einer Nachauflage berücksichtigt. Herrn Dr. Steffen Naake, Chemnitz, gebührt unser Dank bei der Satzherstellung auf der Basis der neuen Rechtschreibregeln.
Roland Pfestorf |
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