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Vorwort

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) als Herausgeber und der IDW Verlag legen turnusmäßig eine überarbeitete und erweiterte Neuauflage von Band II des WP Handbuchs vor. Das zeitnah zum 75-jährigen Bestehen des IDW im Jahr 2007 in 13. Auflage erscheinende Werk wird zwei wesentlichen Anforderungen gerecht: Zum einen dokumentiert und bündelt das Buch in sich geschlossen das aktuelle Expertenwissen zu ausgewählten Sachgebieten, die das Berufsbild von Wirtschaftsprüfern, Rechnungslegern und Beratern - neben den mit der Abschlussprüfung unmittelbar zusammenhängenden Tätigkeiten - wesentlich bestimmen. Zum anderen bildet der neue Band II zusammen mit Band I des WP Handbuchs 2006 ein umfassendes und aktuelles Kompendium, das alle die Rechnungslegung, Prüfung und Beratung betreffenden Fragen kommentierend darstellt.

In der Bearbeitungsphase der Neuauflage wurde wiederum deutlich, wie schnell neue Regelungen geschaffen werden, gesetzte Normen an veränderte Rahmenbedingungen angepasst oder auch wieder verworfen werden und welche direkten oder indirekten Auswirkungen diese Entwicklungen auf in der Praxis zu treffende Entscheidungen haben. Dies gilt sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene und spiegelt sich nicht zuletzt in der in Kommentierungen, in Monographien und in sonstigen Fachbeiträgen dokumentierten und im Rahmen der jeweiligen Eigenverantwortlichkeit zu beachtenden Literaturmeinung sowie in der Rechtsprechung wider. Anliegen der Verfasser des WP Handbuchs ist es daher auch, alle relevanten Entwicklungen zu beobachten und in ihren jeweiligen Ausführungen in angemessener Weise zu berücksichtigen.

Die Erläuterungen zu den jeweiligen Abschnitten auf den Folgeseiten informieren über die jeweiligen Schwerpunkte der Neubearbeitung im Einzelnen.

Gegenüber der Vorauflage wurde das Handbuch um die Themen Kapitalmarktrecht (Abschnitt R) und Prospektrecht (Abschnitt S) erweitert. Der Abschnitt N "Rechnungslegungs- und Prüfungsaspekte im Zusammenhang mit der Einfuhrung des Euro" ist entfallen, da hierzu keine aktuellen Entwicklungen zu berücksichtigen sind.

Im Verfasserkreis haben sich im Vergleich zur Vorauflage Änderungen ergeben: Aus Altersgründen sind WP/StB Dipl.-Kfm. Günter Siepe, WP/StB/RA Dr. Burkhard Hense und WP/StB Dipl.-Kfin. Peter Marks aus dem Autorenkreis ausgeschieden. Die jeweiligen Abschnitte wurden nunmehr bearbeitet von WP/StB Dipl.-Kfin. Wolfgang Wagner, WP/RA Dr. Hans Friedrich Gelhausen, WP/StB Dipl.-Kfm. Dr. Stefan Schmidt und WP/StB/RA Dipl.-Ök. Dr. Matthias Schuppen, der gleichzeitig auch Verfasser der neuen Abschnitte R und S ist.

Die Darstellungen berücksichtigen den Stand der Gesetzgebung, Rechtsprechung und Literatur bis mindestens Mai 2007.

Zu den einzelnen Abschnitten ist Folgendes hervorzuheben:

Abschnitt A: Die Unternehmensbewertung

Abschnitt A behandelt die auf aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft basierenden und von Praxis und Rechtsprechung angewandten Grundsätze des IDW zur Durchführung von Unternehmensbewertungen. Die Darstellung erfolgt auf Grundlage der am 18.10.2005 vom Hauptfachausschuss des IDW verabschiedeten Fassung des IDW Standard (IDWS 1) sowie des am 05.09.2007 durch den Fachausschuss für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft des IDW verabschiedeten Entwurfs einer Neufassung (IDWES I i.d.F. 2007). Wesentliche Änderungen betreffen die Annahme einer Alternativanlage in Aktien anstatt in risikolose Staatsanleihen, die Verwendung des Capital Asset Pricing Modells unter Berücksichtigung von Steuern (Tax-CAPM) zur Ermittlung der Alternatiwerzinsung sowie die Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Ausschüttungspolitik anstelle der früheren Vollausschüttungshypothese. Die neue Entwurfsfassung des Standards bestätigt dieses Bewertungskonzept und enthält im Kern Klarstellungen zur Ermittlung objektivierter Unternehmenswerte, indem zur Berücksichtigung der persönlichen Ertragsteuern anlassbezogen eine differenzierende Typisierung vorgenommen wird. Ein neues Kapitel ist Besonderheiten bei der Unternehmensbewertung gewidmet. Dort wird u.a. die Bewertung von Unternehmen im Rahmen des Aktien- und Umwandlungsrechts zusammenfassend behandelt. Weitere Ergänzungen betreffen die Bewertung von Unternehmen und Unternehmensanteilen anlässlich der Bilanzierung und Prüfung unter Anwendung der am 18.10.2005 verabschiedeten IDW Stellungnahme: Anwendung der Grundsätze des IDW S 1 bei der Bewertung von Beteiligungen und sonstigen Unternehmensanteilen für die Zwecke eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses (IDW RS HFA 10) sowie der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Bewertungen beider Abbildung von Unternehmenserwerben und bei Werthaltigkeitsprüfungen nach IFRS (IDW RS HFA 16). Zudem wurden das Unternehmensteuerreformgesetz 2008, das neuere Schrifttum und die neuere Rechtsprechung berücksichtigt.

Verfasser: WP/StB Dipl.-Kfm. Wolfgang Wagner, Berlin

(Mitarbeiter: WP/StB Dipl.-Kffr. Anette Exner, Dipl.-Kfm. Michael Fischer M. Sc, WP/StB Dipl.-Kfm. Andreas Grün, Dipl.-Kfm. Thomas Kriegel, WP/StB Dipl.-Kfm. Andreas Mackenstedt, WP/StB Dipl.-Wirtsch.-Ing. Gerhard Säur, Dipl.-Wirtsch.-Math. Timo Willershausen, alle Frankfurt am Main, und Dipl.-Kffr. Dr. Silke König, CFA, Berlin)

Abschnitt B: Allgemeine Sonderprüfung und Sonderprüfung wegen unzulässiger Unterbewertung

Bei Überarbeitung des Abschnitts B wurden zahlreiche Änderungen der Gesetzgebung, die sich insbesondere durch das Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts, das Bilanzkontrollgesetz und das Bilanzrechtsreformgesetz ergeben haben, sowie die neuere Rechtsprechung und das aktuelle Schrifttum berücksichtigt.

Verfasser: WP/RA Dr. Hans Friedrich Gelhausen, Frankfurt am Main

(Mitarbeiter: Ass. Stephan Heinz, Frankfurt am Main)

Abschnitt D: Die Prüfung in Umwandlungsfällen

In Abschnitt D zur Prüfung in Umwandlungsfällen werden neben der Prüfung der Verschmelzung, die im Zentrum der Ausführungen steht, auch Fragen zur Prüfung der Spaltung und des Formwechsels dargestellt.

Aktuelle Entwicklungen in der Gesetzgebung, wie das Spruchverfahrensneuordnungsgesetz, das Bilanzrechtsreformgesetz und das Zweite Gesetz zur Änderung des Umwandlungsgesetzes, sowie die neuere Rechtsprechung und Literatur finden Berücksichtigung.

Durch das Spruchverfahrensneuordnungsgesetz werden Auswahl und Bestellung des Umwandlungsprüfers materiell geändert, und die im Zuge des Bilanzrechtsreformgesetzes neu formulierten Ausschlussgründe für Abschlussprüfer gem. §§ 319, 319a HGB finden für den Umwandlungsprüfer entsprechende Anwendung. Als neue verschmelzungsfähige Rechtsträger kommen erstmals die Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, kurz SE) und die Europäische Genossenschaft (Societas Cooperativa Europaea, kurz SCE) hinzu. Weiterhin sollen durch das Zweite Gesetz zur Änderung des Umwandlungsgesetzes grenzüberschreitende Verschmelzungen erleichtert werden. Das neu eingefügte Kapitel 1.3. g) befasst sich mit grenzüberschreitenden Verschmelzungen von Kapitalgesellschaften mit anderen Unternehmen aus der Europäischen Union.

Verfasser: WP/StB Dipl.-Kfm. Prof. Dr. Norbert Pfitzer, Stuttgart

(Mitarbeiter: WP/StB Dipl.-Kfm. Dr. Peter Oser, Stuttgart)

Abschnitt E: Rechnungslegung in Umwandlungsfallen

Abschnitt E, der sich mit der Rechnungslegung in Umwandlungsfallen auseinandersetzt, wurde unter Berücksichtigung neuer Entwicklungen in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Literatur aktualisiert. Erstmals werden in der Darstellung auch Grundzüge der Rechnungslegung konzerninterner Umstrukturierungen nach IFRS sowie der Rechnungslegung bei grenzüberschreitender Verschmelzung und Sitzverlegung berücksichtigt. Entsprechend der Baukastentechnik des Umwandlungsgesetzes erfolgt zunächst eine ausführliche Darstellung der Rechnungslegung bei Verschmelzungen. Die Ausführungen zur Rechnungslegung bei der Spaltung und beim Formwechsel beschränken sich sodann auf die Besonderheiten dieser Umwandlungsformen.

Verfasser: WP/StB Dipl.-Kfm. Prof. Dr. Norbert Pfitzer, Stuttgart

(Mitarbeiter: WP/StB Dipl.-Kfm. Dr. Peter Oser, Stuttgart)

Abschnitt F: Sanierungsprüfung

Die Darstellungen der Vorauflage wurden aktualisiert. Der Abschnitt wurde insbesondere entsprechend der Entwicklung in Gesetzgebung und Rechtsprechung auf den Gebieten des Insolvenz-, Gesellschafts-, Banken-, Steuer- und Arbeitsrechts angepasst.

Verfasser: WP/StB Dipl.-Kfm. Prof. Dr. Norbert Pfitzer, Stuttgart

(Mitarbeiter: WP/StB Dipl.-Kfm. Dr. Paul J. Groß, Köln)

Abschnitt G: Jahresabschlussprüfung und Datenschutz

Seit der Vorauflage haben sich für die Jahresabschlussprüfung relevante wesentliche datenschutzrechtliche Änderungen nicht ergeben. Besonders hingewiesen wird auf die Ausführungen zum grenzüberschreitenden Datenverkehr und zum Datenschutzaudit.

Verfasser: WP/RA Dr. Hans Friedrich Gelhausen, Frankfurt am Main

(Mitarbeiter: RA Matthias Huber, Frankfurt am Main)

Abschnitt H: Besondere Aufgabengebiete aus der Treuhand- und Beratungspraxis

Bei Überarbeitung des Abschnitts H wurden vor allem die Einführung des Pfandbriefgesetzes, das u.a. das Hypothekenbankgesetz und das Schiffsbankgesetz ablöst, sowie die neuere Rechtsprechung und das aktuelle Schrifttum berücksichtigt.

Verfasser: WP/RA Dr. Hans Friedrich Gelhausen, Frankfurt am Main

(Mitarbeiter: RA Roland Gosebruch, Frankfurt am Main)

Abschnitt J: Grenzüberschreitende Gesellschaftsformen und Niederlassungsrecht in der EU

Der Abschnitt wurde grundlegend überarbeitet und hinsichtlich der neuen europäischen Gesellschaftsformen aktualisiert und erweitert. Dabei werden nunmehr auch steuerliche Aspekte bei Gründung und Aspekte laufender Besteuerung berücksichtigt. Ein weiterer Schwerpunkt wurde im Kapitel Niederlassungsfreiheit gelegt, in dem die Themen Anerkennung ausländischer Gesellschaften, Sitzverlegung von Kapitalgesellschaften, grenzüberschreitende Verschmelzungen sowie die Niederlassungsfreiheit der Wirtschaftsprüfer innerhalb der EG eingearbeitet wurden. Der Abschnitt beinhaltet abschließend auch Ausführungen zu den immer wichtiger werdenden Rechtsschutzmöglichkeiten bei Verstößen gegen das Gemeinschaftsrecht.

Verfasser: RA Prof. Dr. Otmar Thömmes, München/New York

(Mitarbeiter: StB Dr. Rainer Eismayr, München, und RAin Stefanie Müller, München)

Abschnitt K: Kartellrecht

Der Gang der Darstellung entspricht dem der Vorauflage: Erläutert werden zunächst Regelungen des gegen Wettbewerbsbeschränkungen gerichteten Rechts - zuerst des europäischen und dann des deutschen Rechts. Das sind zum einen die zwei bzw. mehrseitigen, vorwiegend durch Vereinbarungen verursachten, Wettbewerbsbeschränkungen, zum anderen aber auch die einseitigen Wettbewerbsbeschränkungen, die von marktbeherrschenden bzw. mit Marktmacht ausgestatteten Unternehmen bzw; Unternehmensvereinigungen ausgehen. Gerade im Bereich der zwei bzw. mehrseitigen Wettbewerbsbeschränkungen hat die Reform des Kartellrechts auf europäischer Ebene im Jahr 2003, die den Vorrang des EU-Kartellrechts angeordnet und im Ergebnis dazu geführt hat, dass deutsche Kartellbehörden EU-Recht und nationales Kartellrecht nebeneinander anwenden können, grundsätzliche Änderungen mit sich gebracht. Diese sind mit der 7. GWB-Novelle aus dem Jahr 2005 in das deutsche Recht umgesetzt worden. Spielräume besitzt - und nutzt - der deutsche Gesetzgeber allerdings noch bei den einseitigen Maßnahmen durch marktbeherrschende und mit Marktmacht ausgestattete Unternehmen.

Daran schließt sich die Darstellung der Fusionskontrolle an - auch hier zunächst auf europäischer und danach auf nationaler Ebene. Hier hat die neue Fusionskontrollverordnung aus dem Jahr 2004 einige Änderungen auf europäischer Ebene gebracht; durch die 7. GWB-Novelle wurden insoweit nur Verfahrensvorschriften geändert.

Verfasser: WP/StB/RA Dipl.-Ök. Dr. Matthias Schuppen, Stuttgart/München

(Mitarbeiter: StB/RA Dipl.-Kfm. Susanne Walz, München/Stuttgart)

Abschnitt L: Insolvenzrecht

Das Insolvenzrecht hat sich seit der Vorauflage in Rechtsprechung und Literatur rasant fortentwickelt. Auch der Gesetzgeber hat sich entschieden, die Insolvenzordnung an vielen Stellen nachzubessern.

Für den prüfenden und beratenden Wirtschaftsprüfer sind nach wie vor die lnsolvenzantragspflichten und damit die Insolvenzgründe von besonderer Bedeutung. In der Rechtsprechung bildet sich immer stärker heraus, dass sowohl eine Zahlungsunfähigkeit als auch eine Überschuldung nicht anhand statischer Rechenwerke zu ermitteln ist, sondern dass das Vorliegen dieser Insolvenzantragsgründe maßgeblich von den Ergebnissen einer Unternehmensplanung bestimmt ist. Die Fortbestehensprognose erlangt dabei nicht nur für die Feststellung der Insolvenzantragsgründe besonderes Gewicht, sondern auch für die Frage nach der Haftung und strafrechtlichen Verantwortlichkeit für verspätete Antragsstellung. Auch in anderen Bereichen wird daran festgehalten, dem prüfend und beratend tätigen Wirtschaftsprüfer einen orientierenden Überblick über die aktuellen Themen des Insolvenzrechts zu geben.

Verfasser: WP/RA Dr. Hans Friedrich Gelhausen, Frankfurt am Main

(Mitarbeiter: RA Ehrenfried Kuss, Frankfurt am Main)

Abschnitt M: Sonstige wichtige Bestimmungen aus dem Wirtschaftsrecht

Der Abschnitt wurde aktualisiert und erweitert. In den Unterabschnitt zu den Vorschriften über Verjährung, Verjährungsfristen einschließlich des Exkurses zu Schadensersatzansprüchen aus Hilfeleistung in Steuersachen wurden die Änderungen aus der weiterführenden Reform des BGB sowie zum Sekundärhaftungsanspruch eingearbeitet. Das Kapitel zum Wertpapiererwerbs- und -Übernahmegesetz und zum Ausschluss von Minderheitsaktionären wurde infolge der Regelungen der Übernahmerichtlinie sowie des Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetzes aktualisiert und erweitert.

Verfasser: WP/StB/RA Dr. Ernst-Thomas Kraft, Frankfurt am Main

Abschnitt N: Rechnungslegungs- und Prüfungsaspekte im Zusammenhang mit der Einfuhrung des Euro

Abschnitt N ist entfallen, da hierzu keine aktuellen Entwicklungen zu berücksichtigen sind.

Abschnitt O: Due Diligence

Abschnitt O behandelt die für die Berufspraxis von Wirtschaftsprüfern auf dem Gebiet der Transaktionsberatung relevanten Teile von Due Diligence-Untersuchungen. Im Vergleich zur Vorauflage wurden im allgemeinen Teil die Ausführungen zu den in ihrer Bedeutung gestiegenen Vendor Due Diligence-Untersuchungen, zu elektronischen Datenräumen und zu Besonderheiten in der Auftragsdurchführung bei kleinen und mittleren Unternehmen ergänzt bzw. zusätzlich aufgenommen. Im Rahmen der Financial Due Diligence wurde die Darstellung der Untersuchungen zur Vermögensanalyse und zur Planungsrechnung überarbeitet und erweitert. Das Kapitel Tax Due Diligence konnte durch den Entfall des körperschaftsteuerlichen Anrechnungsverfahrens wesentlich gestrafft werden. Im Übrigen wurden die Ausführungen an die Änderungen des Unternehmenssteuerrechts angepasst.

Verfasser: WP/StB Dipl.-Kfm. Wolfgang Wagner, Berlin, und WP/StB Dr. Wolfgang Russ, Stuttgart

(Mitarbeiter: WP Dipl.-Kffr. Birthe Görtz, WP Dipl.-Kfm. Volker Strack, beide Frankfurt am Main, RA Peter Faisst, WP/StB Dipl.-Kfm. Thomas Klemm, WP/StB Dipl.-Betriebsw. Martina Schaaf, WP/StB Philipp Sonntag, alle Stuttgart)

Abschnitt P: Prüferische Durchsicht von Abschlüssen, insbesondere von Zwischenberichten

Dieser Abschnitt erläutert die Durchführung und die Verwendung der Ergebnisse der prüferischen Durchsicht auf der Grundlage des IDW Prüfungsstandards: Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen (IDW PS 90Ö). Die Darstellungen berücksichtigen die gesetzlichen Regelungen des Transparenzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes zur prüferischen Durchsicht. Der Abschnitt ist um ergänzende Empfehlungen des International Standard on Review Engagements 2410 "Review of Interim Financial Information performed by the Independent Auditor of the Entity" erweitert worden. Der

Anhang enthält Formulierungsempfehlungen für Bescheinigungen der prüferischen Durchsicht.

Verfasser: WP/StB Dipl.-Kfin. Prof. Dr. Klaus-Günter Klein, Düsseldorf

(Mitarbeiter: WP/StB Dipl.-Kfm. Ronald Rulfs, Düsseldorf)

Abschnitt Q: Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis

Dieser Abschnitt befasst sich mit den Anforderungen an die Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle von Wirtschaftsprüfern und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Seit Einführung der externen Qualitätskontrolle im Jahr 2001 ist kaum ein Gebiet von einer solch hohen Regelungsdynamik - national wie international - geprägt, wie die Qualitätssicherung und externe Qualitätskontrolle von Wirtschaftsprüferpraxen. Nach Behandlung der einschlägigen gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen und deren Fortentwicklung wird zunächst die Einrichtung eines internen Qualitätssicherungssystems beschrieben. Anschließend werden die im Zusammenhang mit der Durchführung von externen Qualitätskontrollen anstehenden Fragen ausführlich dargestellt. Mit Inkrafttreten des Berufsaufsichtsreformgesetzes im Jahr 2007 unterliegen Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfungen bei Unternehmen von öffentlichem Interesse durchgeführt haben, neben der Qualitätskontrolle sog. anlassunabhängigen Sonderuntersuchungen durch die WPK, deren Grundstruktur dargestellt wird. Den Abschluss der Ausführungen bildet ein Ausblick auf die Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen gemäß ISO 9000. Die entsprechenden Erläuterungen im WP Handbuch Band I 2006 Abschnitt A: Interne Qualitätssicherung und Externe Qualitätskontrollen zur Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten (Tz. 435 - 486) wurden eingearbeitet.

Verfasser: WP/StB Dipl.-Kfm. Dr. Stefan Schmidt, Frankfurt am Main

(Mitarbeiter: WP/StB Dipl.-Kfm. Ulrich Schneiß, Düsseldorf)

Abschnitt R: Kapitalmarktrecht

Kapitalmarktrecht ist die Gesamtheit der Normen, die die Marktorganisation, die Voraussetzung und die Rechtsfolgen der Inanspruchnahme der Kapitalmärkte durch Emittenten und Handelsteilnehmer regeln, einschließlich des Aufsichtsrechts, der Haftungstatbestände und der Sanktionen. Die Bedeutung der Kapitalmärkte für die Unternehmensfinanzierung hat in den letzten Jahren ebenso zugenommen wie die Regulierungsdichte im Kapitalmarktrecht. Der Wirtschaftsprüfer als Abschlussprüfer und Berater kapitalmarktorientierter Unternehmen, aber auch als Ratgeber von Gesellschaftern und Geschäftsführungen von Unternehmen, die über eine Kapitalmarktorientierung nachdenken, ist auf die Kenntnis der einschlägigen gesetzlichen Regelungen angewiesen.

In dem neu in das Handbuch aufgenommenen Abschnitt R werden daher nach einem kurzen Überblick der rechtliche Rahmen der Börsenzulassung und der Zulassungsfolgepflichten dargestellt. Bei den Zulassungsfolgepflichten erfolgt eine Einteilung in Zulassungsfolgepflichten nach dem WpHG, rechnungslegungsbezogene Zulassungsfolgepflichten und sonstige Zulassungsfolgepflichten (insbesondere Corporate Governance-Erklärung). Das ebenfalls dem Kapitalmarktrecht zuzuordnende Übemahmerecht wird in Abschnitt M, der Bereich des Prospektrechts in einem gesonderten Abschnitt S dargestellt.

Verfasser: WP/StB/RA Dipl.-Ök. Dr. Matthias Schuppen, Stuttgart/München

(Mitarbeiter: RA Dr. Alexandra Tretter, München; StB/RA Dipl.-Kfm. Susanne Walz, München/Stuttgart)

Abschnitt S: Prospektrecht

Durch neuere Entwicklungen der europäischen und deutschen Gesetzgebung - namentlich das Anlegerschutzverbesserungsgesetz und die Prospektrichtlinie und ihre Umsetzung in das deutsche Recht - sind Prospekte für die Börsenzulassung von Wertpapieren und für das öffentliche Angebot von Wertpapieren und sonstigen Vermögensanlagen zu einer hochregulierten Materie geworden. Nachdem die Tätigkeit des Berufsstands vielfältige Bezüge zu Prospekten für Kapitalanlagen aufweist - hervorzuheben sind die Erteilung des Comfort Letter und Aufträge zur Prospektbegutachtung - hat sich der Herausgeber entschlossen, den Inhalt des Handbuchs um ein Kapitel zum Prospektrecht zu erweitern.

Dargestellt wird in diesem Abschnitt das Recht der Wertpapierprospekte, das seit dem Prospektrichtlinie-Umsetzungsgesetz umfassend im Wertpapierprospektgesetz geregelt ist; in diesen Zusammenhang ist auch die Darstellung der Erteilung des Comfort Letter eingeordnet. Im Folgenden wird das Recht der Verkaufsprospekte dargestellt. Das Verkaufsprospektgesetz ist durch das Prospektrichtlinie-Umsetzungsgesetz im Anwendungsbereich auf Verkaufsprospekte für sonstige Kapitalanlagen, den früher so genannten "Grauen Kapitalmarkt", reduziert worden, nachdem das Wertpapierprospektgesetz in seiner aktuellen Fassung sowohl den Bereich der Zulassungsprospekte als auch der Verkaufsprospekte (für Wertpapiere) abdeckt. Abschließend wird der gesamte Bereich der Prospekthaftung zusammenhängend dargestellt.

Verfasser: WP/StB/RA Dipl.-Ök. Dr. Matthias Schuppen, Stuttgart/München

Gesamtredaktion: StB Dipl.-Kfm. Dr. Helmut Klaas, Düsseldorf

Düsseldorf, im Oktober 2007

Die Verfasser