Vorwort Inhaltsverzeichnis Stichwortverzeichnis
© ABC Advanced Book Catalog


Vorwort



Im Frühjahr 1993 veranlaßte mich Prof. Dr. Hans Thurn, die poetische Beschreibung der Würzburger Universitätskirche zum Thema meiner Examensarbeit zu machen. 1996 war es dann Prof. Dr. Günter Hess, der mich einlud, an der Edition der Trophaea Bavarica mitzuarbeiten. Aus dem Vergleich dieser beiden Renaissance-Festschriften entstand der Plan, die descriptio templi als literarische Gattung zu behandeln. Daß Günter Hess das Endergebnis dieses Vorhabens schon 1997, also vor dem eigentlichen Beginn der Arbeit, in gedruckter Form angekündigt hat, bleibt als großer Vertrauensbeweis unvergessen.

Auf den Weg gebracht und bis zum Abschluß - der Annahme von Descriptio templi als Dissertation durch die Philosophische Fakultät I der Universität Würzburg im Sommer 2001 - begleitet hat das Projekt Prof. Dr. Ludwig Braun. Für seine vorbildliche Betreuung, seine geduldige Hilfe und gelegentliche behutsame Kurskorrekturen angesichts des bedrohlich anwachsenden Quellenmaterials danke ich ihm ebenso herzlich wie es mich freut, daß er das Manuskript bereits in Molsheim und Porrentruy auf seine Eignung als literarischer Kirchenführer überprüft hat.

Aufrichtig gedankt sei auch: Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. Udo W. Scholz, der nicht nur das Zweitgutachten übernommen, sondern mir auch während der Bearbeitung des Manuskripts für den Druck jederzeit Freiräume neben der Arbeit am Institut für Klassische Philologie gewährt hat, den Herausgebern der Jesuitica für ihre Zustimmung zur Aufnahme in die Reihe, dem Freistaat Bayern für ein zweijähriges Promotionsstipendium nach dem Gesetz zur Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses sowie dem Verlag für seine Bereitschaft, das umfangreiche Buch in sein Programm aufzunehmen. Mit besonderer Erleichterung und Dankbarkeit sei schließlich festgehalten, daß die Druckkosten nahezu vollständig durch Zuschüsse der VG Wort und des Jesuitica e. V. gedeckt werden konnten.

Ich kann nicht alle nennen, die im Kleinen und Großen zum Gelingen beigetragen haben, möchte aber doch diejenigen erwähnen, die das Arbeiten in Würzburg und in den Archiven und Bibliotheken effektiv und angenehm gemacht haben. Ohne die Damen und Herren der Handschriften- und der Fernleihabteilung unserer Universitätsbibliothek hätte ich nur einen Bruchteil des vorgestellten Materials zu Gesicht bekommen, und die Tage in Wolfenbüttel, Porrentruy und Rom kamen der Idealvorstellung von einer Bibliotheksreise nahe. Besonders hervorheben möchte ich aber die Hilfe Louis Schlaeflis, der mir in der Gluthitze des elsässischen Sommers 1998 sein Archiv öffnete und mich im Schatten des Turmes einer ganz besonderen Kirche, des Grand Ange rose de Strasbourg, ungestört die Molsheimer Jesuitendichtung erkunden ließ.

Nicolas Barré (Courrendlin) und Jörg Robert (München) haben mir seinerzeit unpublizierte Studien im voraus zukommen lassen. Bei der Beschaffung der Abbildungen haben mir Damian Dombrowski (Würzburg), Lothar Klimek (Worpswede), Blanche Legendre (Paris) und Wolfgang Schibel (Mannheim) besonders geholfen. Thomas Hofmann (Rom), Elisabeth Klecker (Wien) und Bettina Wagner (München) waren großzügige Gastgeber und Helfer bei der Materialsammlung, Ernest Eschbach (Molsheim) hat aus der Ferne zur Vervollständigung der Quellen beigetragen. Angeliki Delikari (Würzburg) gab mir in letzter Minute einen wichtigen Hinweis, und Günter Holtz (Bremen) war es, der mir vor langer Zeit gezeigt hat, daß die nachantike Latinität mehr als nur einen Seitenblick wert ist.

Die endgültige Form des Buches wäre nicht zustandegekommen ohne die Freunde, die Korrektur gelesen haben: zunächst Monika Brunner, Benedikt Melters (München) und Stephan Reinert (Dresden), zuletzt - trotz großen Zeitdrucks mit gewohnter Ruhe und Präzision - Sabine Heßler (Würzburg).

Das sichere Fundament aber, auf dem Descriptio templi begonnen und aufgebaut werden konnte, haben meine Eltern Annegret und Gunther (Bremen) gelegt. Die Grundsteinlegung durch Luise Michaelsen (Bremen), linguae Latinae magistra optima, und die geduldige und liebevolle Hilfe meiner Frau Claudia Wiener, die als sapiens architectus jahrelang das Gelingen des Baus mit mir vorbereitet hat, sind unvergeßlich.


Würzburg, November 2002